Donnerstag, 5. Juni 2014

Kochen mit ohne Rezept {Curry}

Dem ein oder anderen dürfte bekannt sein dass ich eine grosse Leidenschaft für Koch- und Backbücher hege und diese mit grosser Durchgeknalltheit Freude sammle. Witzigerweise steht im krassen Gegensatz zu meinem somit mehr als umfassenden Rezeptefundus die Tatsache dass ich am liebsten ohne Rezept koche. Was jetzt aber nicht bedeutet dass meine ganzen Kochbücher nicht ihre Daseinsberechtigung haben, denn diese sind meine grosse Inspiration und so entstehen immer wieder neue Gerichte/Rezepte in meiner Küche aufgrund der vielen tollen Fotos und Rezeptanregungen aus meinen Büchern. Einige wenige werden dabei zu absoluten Lieblingen und immer wieder gemacht. Am allerliebsten solche, die unkompliziert zubereitet und die wandelbar sind, denn wenn ich abends meinen Kühlschrank öffne, dann will ich nach Lust und Laune kombinieren können und als Resultat ein leckeres Essen (im Idealfall für die ganze Familie) auf dem Tisch stehen haben. Und zwar nach Möglichkeit in unter 45 Minuten Zubereitungszeit. 

Ein Alltimfavourite im Hause Süd ist dabei mein Curry. Dieses gibt es je nach Saison mit unterschiedlichem Gemüse (zur Zeit sehr oft mit Spargel!), manchmal mit Hackfleisch oder Hähnchenbrustfilet, oft auch vegetarisch. In einer scharfen oder milden Version, mit Nudeln, Reis oder pur (für mich!). Die Reste (ohne Fleisch natürlich!) püriere ich dann meistens und habe am nächsten Tag eine wunderbare Currygemüsesuppe. Also alles in allem ein perfektes Lieblingsgericht!

Da ich jetzt ziemlich oft nach dem Rezept für  mein Curry gefragt worden bin, wenn ich ein Foto unseres Abendessens bei Instagram gepostet habe, wollte ich nun endlich dieser Bitte nachkommen und ein Rezept für euch aufschreiben. ABER ich muss gleich vorwegschicken dass es eben eigentlich kein fixes Rezept dafür gibt und ich mich auch nicht an grammgenaue Angaben halte. Wenn ich in der Küche stehe dann handle ich intuitiv und probiere so lange rum bis das Essen so schmeckt wie ich es mir vorstelle. Oft gehe ich mit dem Vorhaben ein bestimmtes Gericht zu kochen in die Küche und es wird dann doch - oft auch erst während der Zubereitung - etwas ganz anderes. Also lasst auch ihr bitte eueren Vorlieben freien Lauf, schmeckt regelmässig während des kochens ab und findet euer Lieblingscurry!


Möhren-Hack-Curry für 6 Personen:
8 Karotten und 2 Stangen Lauch putzen und in gleich grosse Scheiben schneiden. 
In einer grossen Pfanne in etwas Kokosöl (alternativ Sonnenblumenöl oder Ghee) anbraten, mit einem Teelöffel Zucker karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen.
500 g Rinderhackfleisch ebfalls in etwas Öl in der Pfanne scharf anbraten, mit Salz und Chili (alternativ Pfeffer, aber da ich keinen Pfeffer mag verwende ich immer Chili, den ich mit der Mühle frisch mahle) würzen. 
Das Gemüse in die Pfanne zurück geben, gehakte Petersilie zugeben und alles mit reichlich Currypulver bestäuben (ich habe "Good old mild" von Herbaria verwendet, meine absolute Lieblingscurrymischung und auch super für die ganze Familie, da nicht so scharf.) und verrühren.
500 ml Wasser und ein bis zwei Esslöffel Brühe unterrühren und aufkochen lassen.
Gehakten Bärlauch (alternativ anders Lieblingskräuter) zugeben und etwa zehn Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit das Nudelwasser aufstellen und Nudeln kochen.
Einen Becher Sahne zugeben und falls zu wenig Flüssigkeit vorhanden ist den Becher mit Wasser füllen und zugeben. 
Einen Esslöffel Senf unterrühren, erneut köcheln lassen.
Nach Wunsch ein paar Esslöffel Kräuterfrischkäse in die Sosse rühren, abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen und mit Petersilie garnieren. 


Ich wünsch euch allzeit viel Spass in der Küche und beim essen!

Alles Liebe von Frau Süd


Kommentare:

  1. Ach wie lecker!!!! Danke schön ;-)
    Liebe Grüße
    Martina.

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  2. Und ich durfte es schon persönlich bei Dir kosten!
    ♥♥♥

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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!