Freitag, 18. Oktober 2013

Johannisbeerkuchen {hell & dunkel}

Blicken wir der harten Realität einmal ins Auge: der Sommer ist vorbei. Und damit leider auch die Zeit der Fülle an verschiedenestem und frischem Obst. Wenn man durch den Supermark geht dann könnte man derzeit zwar meinen dass gerade alle Jahrezeiten auf einmal sind: es gibt grünen Spargel, Erdbeeren, Clementinen und Schwarzwurzeln neben einander und in unserer modernen Zeit muss man wohl zu keinem Zeitpunkt mehr auf eine umfassende Auswahl verzichten, aber ich persönlich habe grosse Probleme damit Obst und Gemüse aus Fernost oder Timbuktu zu kaufen. Na gut Timbuktu ist übertrieben, aber auch chinesische Früchte üben keinerlei Anziehungskraft auf mich aus. 

Ich denke tatsächlich dass es in mehrfacher Hinsicht richtig und wichtig ist, Lebensmittel so regional und saisonal wie nur irgend möglich zu kaufen und frisch zuzubereiten. Dies bringt sicher auch Einschränkungen mit sich, aber keinesfalls Verzicht und man tut seinem Körper und seiner Umwelt einen grossen Gefallen damit. (Natürlich braucht man nicht dogmatisch werden und auch ich kaufe Bananen und Orangen, die definitiv nicht in unserer Gegend wachsen, aber ich denke ihr wisst was ich meine!)

Und nur weil ich zufällig auf dem Markt noch ein paar Johannisbeeren entdeckt habe, die leider bei genauerem hinsehen sprich: verarbeiten nicht mehr so wirklich toll waren, gibt es hier heute nochmal ein paar dieser Beeren im Kuchen. Allerdings sind die im Teig aus der Tiefkühltruhe (selbst im Garten gepflückt und eingefroren!) und nur die paar zur Deko tatsächlich frisch.


Das ursprüngliche Rezept habe ich im Sommer bei Jeanny gefunden und da auch gleich in der Originalversion mit Erdbeerbuttermilch nachgebacken. Die heutige Version ist mit Zitronenbuttermilch, etwas Zimt & Mandeln und einem schokoladigen Teil. 


Diese Zutaten braucht ihr (entweder für eine Spring- oder Kranzform oder wer beide Teile seperat backen möchte, der kann sich DIESE Form hier kaufen)

350 ml Zitronenbuttermilch oder eine andere Geschmacksrichtung euerer Wahl
330 g Dinkelmehl
1 EL Backpulver
125 g Rohrohrzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
2 Eier
60 g geschmolzene Butter
1 Handvoll Johannisbeeren (oder andere Beeren, gerne auch tiefgefroren)
1 Handvoll Mandelblättchen
1 EL Zimtzucker

Und so einfach geht's:

1. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Backform fetten und mit Mehl ausstäuben.
2. Buttermilch und Eier verquirlen, geschmolzene Butter unterrühren.
3. Mehl, Backpulver, Zucker, Vanille, Salz mischen und zur Buttermilch-Mischung geben und verrühren bis ein glatter Teig entstanden ist. (Wer will kann nun eine Hälfte mit 1-2 EL Kakaopulver mischen und diese im nächsten Schritt entweder seperat backen oder vorsichtig als zweite Schicht auf der hellen Teigschicht verteilen und wie bei einem Marmorkuchen ein Muster ziehen.)
4. Den Teig in die Form füllen, die Johannisbeeren darauf verteilen, den Kuchen mit Mandelblättchen bestreuen und zum Schluss den Zimtzucker darauf streuen.
5. Je nach verwendeter Form 25 bis 40 Minuten backen, eine gelegentliche Stäbchenprobe hilft zur Erkenntnis wann der Kuchen fertig ist.
6. Einige Minuten in der Form auskühlen lassen, dann aus der Form lösen und erkalten lassen. Mit Puderzucker bestäubt garnieren und mit Sahne und frischen Beeren servieren.


Euch allen in Nord & Süd einen wunderschönen Freitag und einen guten Start ins Wochenende! Lasst es euch gut gehen und geniesst den nun hoffentlich goldenen Oktober!

Alles Liebe von Frau Süd

Kommentare:

  1. Liebe Frau Süd,
    du wirst mir zum echten Rätsel ;o), wie um alles in der Welt kann man immer wieder solche Prachtstücke zaubern ;o) ?! Der Anblick dieses Prachtstückes haut mich wieder glatt um und ich würde am liebsten sofort ein Stück kosten ;o) ! Herzlichsten Dank, für all´deine leckeren Ideen und einen wundervollen Start ins Wochenende! Ganz viele, liebe Grüße,Petra ♥

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  2. Oha, das sieht sensationell aus! Sehr lekker auch bestimmt! Aber hier gibt es nicht mal im Sommer bezahlbare Johannisbeeren *seufz*
    Kram,
    Maren…enne…die Buttermenge kann man natürlich reduzieren *lach*…ist schon ein wenig nordisch…viel Fett für die kalte Jahreszeit ;-)

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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!