Montag, 29. Juli 2013

Fettes Ja

Ich habe mich knapp eine Woche damit auseinandergesetzt, ob ich WIRKLICH abnehmen möchte. Schaffe ich es, die Disziplin aufzubringen? Bin ich bereit, auf Schokolade (mein Nemesis) zu verzichten? Will ich eine Veränderung? Kann ich einfach so meine Waffen strecken und den unverwundbaren Panzer ablegen? 

Veränderungen (vermeintlich) liebgewonnener Dinge fallen einem immer schwer. Und es ist oft viel leichter, das Falsche zu tun als das Richtige. Ich habe mich ein paar Tage damit auseinander gesetzt und dann alles mit einem FETTEN JA beantwortet. 
Und meine Bereitschaft öffnete mir fortan alle Türen und riss alle Mauern ein. Es klingt pathetisch, ich weiß. Aber plötzlich hatte ich den stärksten Verbündeten dieser Welt gefunden: MICH SELBST

Ich betrachte meine "Diät" (langsam weigere ich mich, sie so zu nennen, aber ein besserer Name ausser das sperrige "Ernährungsumstellung" ist mir noch nicht eingefallen) mittlerweile als meine beste Freundin
Ich mag sie. Sie ist gut zu mir. Ich fühle mich besser wegen ihr. Sie weist mir den Weg. Sie bringt mir Spaß. Ich bin nie hungrig und ich habe Erfolge auf der Waage (heute übrigens -14,6 kg). Wie um alles in der Welt könnte ich sie da nicht heiß und innig lieben?

Alles, was ich esse, esse ich mit Freuden. Alles schmeckt mir großartig. Ich nehme mir möglichst viel Zeit dafür, die Lebensmittel auszuwählen, zuzubereiten, anzurichten und zu essen, das sagte ich ja schon mal an anderer Stelle. Dennoch ist Essen nicht mehr mein Lebensinhalt. Wenn ich meine Mahlzeit aufgegessen habe, bin ich mit dem Thema Essen durch und wende mich anderen Dingen zu. Und man glaubt es kaum: mittlerweile esse ich fast nur noch, wenn ich HUNGER habe. Crazy, oder? Nicht mehr aus Langeweile, nicht aus Appetit, nicht aus Frust.  HUNGER. Ganz im Sinne des Erfinders!

Ich bin überzeugt davon, dass man sich selbst REBOOTEN kann. Den Computer neu starten. Neu programmieren. Du könntest jetzt genüßlich meine Lieblingsschokolade vor mir essen, es würde mir nichts ausmachen. Wenn ich sie nicht essen möchte, esse ich sie nicht. Wenn ich sie essen möchte, baue ich sie in meine Kalorienbilanz ein. So einfach ist das. 
So LEICHT.

Liebe Grüße, Frau Nord

Kommentare:

  1. Guten Morgen Frau Nord,
    klasse und herzlichen Glückwunsch! Da hast Du aber bereits eine Menge Ballast abgeworfen. Witzig, als ich vor einiger Zeit angefangen habe, abzunehmen, hab ich mir genau die gleichen Fragen gestellt... Und Hunger habe ich auch keinen, auch wenn viele das kaum glauben können. Ist aber so. 15 Kilo sind nun weg. Ich drücke Dir weiterhin die Daumen, dass alles gut läuft und Du dort hinkommst, wo Du es willst!

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

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  2. Huhu Frau Nord,

    das inspiriert mich, mir zur Mittagspause jetzt nicht das übliche Brötchen mit Käse, sondern einen Salat zu holen! :-D
    Das mit dem Hunger übe, übe, übe ich und langsam wird es auch was. Dabei ist bei mir vor allem das Aufhören, wenn ich satt bin, gefragt. Und nicht noch weiteressen, weil halt noch was auf dem Teller liegt, das Brötchen noch nicht aufgegessen ist, da noch etwas im Topf ist....

    Liebe Grüße
    Nele

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  3. herzlichen glückwunsch,das ist schon eine menge an pfunden.ich finde es toll,es hat nur positives ein normales gewicht zu haben, finde ich.man muss kein idealgewicht haben oder wer weiß wie dünn sein.aber es ist doch toll sich ohne reue mal was zu gönnen.und beim klamottenkauf nicht gefrustet zu sein.
    wirklich eine tolle entscheidung :-) liebe grüße renate

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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!