Mittwoch, 14. Dezember 2011

T wie TEE & TRÜFFEL

Eigentlich wäre mir heute eher nach einem T wie TRUBEL, denn - ich weiss ja nicht wie das bei euch so ist - bei mir herrscht derzeit ganz großer Trubel. Einerseits der ganz normale Alltagswahnsinn mit vier Kindern, von denen zwei derzeit in der Schule eine Probe nach der anderen schreiben, ein Referat nach dem anderen vorbereitet werden muss und eine geniale Lehreridee die nächste jagt (warum macht man so etwas vor Weihnachten? Bitte, liebe Lehrer, nicht falsch verstehen, aber könnte es nicht eine Art Weihnachtszeitfrieden geben und darauf verzichtet werden in dieser Zeit so unglaublich viel zu verlangen? Denkt ihr gar nicht an die Mütter Schüler, die in der Adventszeit eher Lust auf andere Sachen als lernen haben?) und zum anderen zwei völlig unausgelasteten kleinen Jungs, denen der Schalk nicht nur im Nacken sitzt, sondern die gemeinsam soviel Schabernack treiben sobald man ihnen den Rücken kehrt, dass man sich am liebsten nicht mehr umdrehen mag um das Chaos nicht zu sehen. Und andererseits die Arbeit, die derzeit besonders fordernd, anstrengend und zeitintensiv ist. Und natürlich die Weihnachtsvorbereitungen: Geschenke überlegen, besorgen, verpacken. Adventspost bedenken, schreiben, zurecht machen, versenden. Weihnachtlich dekorieren, Plätzchen backen, Geschichten lesen, Besinnlichkeit geniessen. Nein ich kann bei weitem nicht hinter all diese Punkte ein Häkchen machen und phasenweise überrollt mit Panik, Wut (auf die anderen und auf mich selbst, weil ich meine gesteckte Ziele nicht erreiche und weil ich mir überhaupt solche Ziele stecke) und bisweilen auch Verzweiflung. Warum nur geht es mir jedes Jahr im Advent wieder so? 

Ein T wie TANNENBAUM wäre heute übrigens auch sehr passend gewesen, denn wir haben noch keinen! Ich weiss nicht genau ob ich jetzt "schon" beunruhigt sein muss deswegen. Es ist keineswegs so bei uns, dass wir schon eine Zeitlang vor dem heiligen Abend den Weihnachtsbaum aufstellen. Ganz im Gegenteil. Nachdem bei uns die Räume nicht verschliessbar sind, habe ich mir angewöhnt den Baum am Vorabend des heiligen Abends ins Haus zu holen, die Lichter am Abend anzubringen und den Rest des Schmucks erst am 24. Dezember. Nachdem ich den Baum mit viel Kugeln, Anhängern, Schnickschnack und etwas Kitsch bedenke sorgt das jedes Jahr für einen zusätzlichen Adrenalinkick (auf den ich gerne verzichten könnte), aber bis jetzt habe ich es doch immer hinbekommen dass pünktlich zur Bescherung alles fertig ist. ABER wir hatten sonst doch schon deutlich früher einen passenden Baum ausgesucht und - ehrlich gesagt - ich weiss nicht ob ich mir Sorgen machen muss weil wir eben noch keinen im Auge haben. Ich seh mich schon am 23. durch die Wälder stapfen und einen Baum organisieren.





Aber nein T wie TEE. Tee ist gut zur Beruhigung. Tee ist lecker. Tee wärmt. Der Morgen beginnt bei mir  nach einem Ausdembettquälen, waschen, cremen, schminken, anziehen, Kinder wecken, waschen, cremen, nein nicht schminken, anziehen, damit dass ich mir eine Kanne Tee koche. Meist zuerst Pfefferminz und wenn diese in relativ kurzer Zeit ausgetrunken ist, eine Kanne mit Früchtetee. Jahreszeitlich passend natürlich, wobei Beerentees (Waldbeer, Himbeere und soweiter) immer passen, aber jetzt ist die Fülle an Wintertees natürlich sehr verlockend und der abgebildete ist einfach himmlisch! Mit kleinen Schneesternen aus Zucker... so toll. Für alle Kaffeeliebhaber: JA ich trinke auch Kaffee, der kommt aber meist später und nur eine Tasse am Tag. Mit ganz viel Milch, noch mehr Milchschaum und relativ viel Zucker. Meinen Tee trinke ich nach einer harten Zuckerentwöhnung dieses Jahr nun endlich völlig undgesüsst. Und finde ihn lecker so. Was ganz undenkbar gewesen ist, denn ich habe etwa zwei bis drei Teelöffel pro Tasse nicht pro Kanne Zucker zum süssen meines Tees benutzt.





Und dann noch T wie TRÜFFEL! Ich LIEBE Trüffel. Besonders lecker sind ja weisse Trüffel, über ein schönes Rinderfilet, fein gehobelt, aber eine ganz dicke Schicht. Läkka! Aber diese Art Trüffel meine ich hier nicht. Sondern Schokotrüffel. Zum Niederknien lecker. Und ganz einfach gemacht. Nämlich so:

125 ml Sahne aufkochen. Eine Vanilleschote auskratzen, das Mark zur Sahne geben, die Schote ebenfalls mit in die Flüssigkeit legen. Etwa 10 Minuten unten permanenter Aufsicht (das meine ich Ernst! Ich hab mir heute viel Ärger breitet weil ich mich kurz entfernt habe!) und leichtem Rühren köcheln lassen, bis die Sahne eingedickt ist. Die Vanilleschote entfernen. 200 g Schokolade bester Qualität (bei mir Zartbitter) und eine Prise Zimt zugeben und schmelzen lassen. Die Masse im Kühlschrank durchkühlen lassen, kleine Nocken abstechen, in Kakaopulver oder Puderzucker wälzen und je nach Wunsch in Förmchen setzen, Papier wickeln oder gleich essen!


Ich wünsche euch allen in Nord & Süd viel mehr Tee und Trüffel als Trubel in diesen Tagen! Lasst es euch gut gehen!




Vanille-Krokant-Tee aus der diesjährigen Winteredition von moses. Mein Adventskalender (jeden Tag ein wunderschönes grosses Kalenderblatt) ist von TOPP.  Geschirr aus der Fay Red Linie von Greengate bzw. aus einer älteren Weihnachtsserie von Villeroy & Boch.

1 Kommentar:

  1. Ein wunderbarer Blog! Schaue sicher wieder vorbei!

    Viele Grüße

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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!