Sonntag, 13. November 2011

Sonntagssüsser Bratapfel & ein Swap

Das wird jetzt nur wenig überraschen, aber ich bin ein echter Süssschnabel und ich habe in den letzten Monaten hart an mir gearbeitet, damit mein geliebter Latte Macchiato und mein allmorgendlicher Pfefferminztee nicht hauptsächlich aus Zucker bestehen. Mittlerweile trinke ich meinen Tee sogar völlig zuckerfrei. Was früher undenkbar gewesen wäre. Und auch der Kaffee kommt jetzt mit nur noch halb sovielen Löffeln Zucker aus (ich sag jetzt aber nicht wieviel es jetzt noch immer sind!). Aber bei Marmeladen, da bin ich nach wie vor auf süss aus. Aber damit passt das ja auch wieder sehr gut zum wöchentlichen Sonntagssüss, wo sich diese unglaublich leckere Konfitüre perfekt auf einer Scheibe Zopf oder - zur Jahreszeit schon passend - Stollen macht. Und weil ich Bratäpfel ganz toll und lecker finde, gibt es heute eine Tiroler Bratapfelkonfitüre (JA! Mit Äpfel aus Tirol. Mitgebracht aus unserem Urlaub!). Aber ganz ohne Rosinen! Denn die hasse ich mag ich gar nicht!


Und so geht das mit dem konservierten Bratapfelglück:

70 g Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und beiseite stellen. 50 g Marzipanrohmasse in kleine Würfel schneiden und ebenfalls für später aufheben.

800 g Apfelviertel (gewaschen, geschält und entkernt natürlich) in jeweils gleich grosse bzw. eher kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Saft von ein bis zwei Orangen, 1 Packung Gelierzucker (entweder 1 kg normalen oder 500 g 2 + 1) und 1 Teelöffel Bratapfelzauber (wer nicht das Glück hat in Österreich zu wohnen oder dort im Urlaub gewesen zu sein: dieses Gewürz ist eines von vielen, dass die Supermarktkette spar in Zusammenarbeit mit der Sterneköchin Johanna Maier herausgebracht hat und das ist ganz fantastisch. Als Ersatz dafür eignet sich hervorragend das "Sissi's Sünd" Gewürz von Herbaria oder einfach Zimt, dann aber bitte nur 1/2 Teelöffel voll nehmen!) in einem grossen Topf mischen. Und dann etwa zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Anschliessend aufkochen und für mindestens sechs Minuten sprudelnd kochen lassen. Danach eine kurze Gelierprobe mache, falls die Marmelade noch sehr flüssig ist, nochmal für ein paar Minuten kochen lassen. Und dann die Mandelstifte und die Marzipanrohmassewürfel zugeben und für ein bis zwei Minuten leicht köcheln lassen und gut umrühren. Dann ab damit in Gläser und sobald die Konfitüre etwas ausgekühlt ist: geniessen!
Und diese herbstlich-wintersüsse Konfitüre wandert jetzt geradewegs zur
die heute von lingonsmak eingesammelt werden und ausserdem ist ein Glas dieser Köstlichkeit unterwegs zu einem lieben Menschen, den ich quasi beswape. Mit Marmelade. Und zwar weil die wunderbare Frau Perle sich die Mühe gemacht hat einen Marmeladenswap zu organisieren. Ich bin natürlich dabei. Und das nicht nur mit einer Sorte Marmelade... ich sag nur: es geht marmeladensüss weiter hier! Ich hoffe euch allen und ganz besonders meiner bemarmeladenswapten Marmeladenswaperin schmeckt diese Marmelade genauso gut wie mir!
Anhänger, Aufkleber und Etiketten sind übrigens von hier: Schönhaberei (Bild unten), Casa di Falcone (Bild oben) und Maid&Held (auch oben, die viereckigen).

Kommentare:

  1. Ich bekenne mich auch zum Süßschnabel, allerdings habe ich es nicht so mit Marmelade. Wohl weil ich auch seltenst frühstücke. So früh, wie ich aufstehe, geht einfach noch nichts rein. Und auf dem Frühstücksbrot zum Mitnehmen habe ich es nicht so gerne, wenn die Konfitüre links, rechts, oben und unten heraus quatscht. Also: Ein seltener Genuss im Hause Terragina. Trotzdem raffe ich mich ab und zu auf und mache ein paar Gläser. Dein Rezept hier würde mir auf jeden Fall auch gefallen. ;-)

    Herzliche sonntags-süße Grüße von Kerstin

    AntwortenLöschen
  2. Also das verstehe ich völlig. Ich bin auch kein Frühstücker und die erste Mahlzeit des Tages finde erst im fortgeschrittenen Laufe des vormittags statt. Übrigens nicht mit Marmelade auf Brot, sondern mit einen Klecks Marmelade in Naturjoghurt mit Obst und etwas Müsli! Und Bratapfelkonfitüre eignet sich auch wunderbar auf Blätterteig, mit ein paar frischen Spalten Äpfeln - quasi als schneller Apfelstrudel! :-)

    AntwortenLöschen
  3. Deine Marmeladen klingen allesamt sehr sehr köstlich! Ich krieg gleich Marmeladen-Koch-Lust!
    LG Steffi

    AntwortenLöschen
  4. Diese Marmelade habe ich für mich alleine gebunkert. Nach dem ersten mal kurz mit einem Löffel probieren, ist daraus eine riesengroße Liebe geworden! Das einzige was ich, wenn ich das Rezept nachkoche, anders machen werde ist, ich würde gehackte Mandeln nehmen. Die Stifte irritieren mich ein wenig.
    Ansonsten, das ist das leckerste was ich je an Marmelade gegessen habe!! ♥♥

    Meine Adresse hast du ja, sofern du mal Überschuss haben solltest und nicht weißt wohin damit kicher...

    AntwortenLöschen
  5. Vielen Dank für die Blumen, vielen Dank wie lieb von Dir!

    Ich habe diese Marmelade schon mit Rosinen (bäh!), Mandelblättchen, gehackten Mandeln, gehackten Walnüssen und eben gestiftelten Mandeln gemacht. Und diese Variante hat sich für mich am besten bewährt, weil bei Blättchen und Häckchen die Mandeln gewissermassen untergehen. Aber falls mir ganz langweilig ist mache ich Dir welche mit gehakten Mandeln okay?

    AntwortenLöschen
  6. Du Liebe, nein nein, das war ein lieb gemeinter Scherz von mir. Zu meinem Geburtstag nächstes Jahr, da kannst du mir gerne ein Glas zuschicken, wenn dir danach ist.

    Rosinen sind auch bäh! Da haben wir den selben Geschmack. Das mit den gehackten Mandeln dachte ich mir schon, aber ich werde es trotzdem mal ausprobieren :) Die Mädels wird es freuen :)

    AntwortenLöschen

♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!