Mittwoch, 16. November 2011

Jamie hat 'nen Vogel (und ich schon wieder 'nen Elefanten)

Nach den sehr traurigen Ereignissen in Süd ist auch in Nord die Stimmung getrübt. 

Ich hoffe, ich kann euch alle ein klitzekleines bißchen mit dem Zitat meiner aktuellen Lieblingsstelle aus dem Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" von Jonas Jonasson erfreuen, die den Buchinhalt und den absurden Humor meines Erachtens sehr treffend wiedergibt: 

""Was muss ich sonst noch wissen?"
"Tja, vielleicht, dass wir unterwegs noch ein paar andere Diebe umgelegt  haben, die Komplizen von dem Halbtoten im Bus. Die wollen alle unbedingt die fünfzig Millionen zurückhaben, die uns in die Hände gefallen sind."

"Fünfzig Millionen?"
"Fünfzig Millionen. Abzüglich diverser Unkosten. 
Unter anderem für den Bus hier."
"Warum fahrt ihr denn überhaupt in einem Bus rum?"
"Wir haben da hinten noch einen Elefanten drin."
"Einen Elefanten?"
"Sonja heißt sie."
"Einen Elefanten?"
"Einen asiatischen."
"Einen Elefanten?"
"Einen Elefanten."

Bosse schwieg einen Moment. 
Dann sagte er:
"Ist der Elefant auch gestohlen?"
"Nja nee, das kann man so nicht sagen."
Bosse schwieg abermals. 
Dann sagte er: "Zum Abendbrot gibt's Grillhähnchen mit Backkartoffeln.  Ist das Recht?""

Zugegebermaßen fand ich die Stelle auch deswegen so passend, weil sie eine galante Überleitung zu JAMIE-OLIVER-WOCHE abgibt, anläßlich derer ich mich erstmalig an eines seines Brathuhn-Rezepte herangewagt habe. 
Es stammt aus meinem Jamie-Oliver-Lieblingsbuch, "Essen ist fertig", für mich das beste und alltagstauglichste Werk (ganz so ein Fan wie Frau Süd bin ich dann auch wieder nicht). Und so geht Jamie's 

ZITRONEN-BRATHUHN 
MIT GERÖSTETEN ROSMARIN-KARTOFFELN


1 ganzes Huhn (Bio, 2 kg, küchenfertig) innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben und mit Olivenöl einreiben. Ofen auf 190 Grad vorheizen. 2 kg Kartoffeln schälen und für 12 Minuten unter Zugabe einiger Zehen Knoblauch (ungeschält) und einer Bio-Zitrone (abgewaschen) kochen. Die Kartoffen in ein Sieb schütten, für eine Minuten ausdampfen lassen und ohne Knobi und Zitrone zurück in den Topf geben und durchschwenken. Laut Jamie werden sie dann später schön kross. 

Die Zitrone 10 Mal rundherum anstechen und ins das Huhn stopfen, ebenso die Knoblauchzehen und einige Zweige Thymian. Den Vogel in einem Bräter für 45 Minuten in den Ofen schieben. 
Danach das Huhn aus dem Bräter nehmen, die Kartoffeln einfüllen, Rosmarin zugeben, im Bratfett schwenken und das Huhn wieder mittig platzieren. Den Bräter erneut für 45 Minuten in den Ofen schieben. Wer mag, gibt zuvor noch einige Stücke Speck über alles. Zum Servieren, Zitrone & Co aus dem Brathuhn nehmen, den Knobi ausdrücken und den Mus nach Belieben über das Huhn streichen.
Dafür, dass ich mich erstmalig an ein Brathuhn-Rezept gewagt habe, bin ich mit dem Resultat sehr zufrieden. Ist es eigentlich typisch deutsch, noch gerne Soße dazu essen zu wollen? Obgleich nichts trocken geriet, hat mir die noch zu meinem Glück gefehlt. Sonst aber lecker und wirklich leichter als gedacht zubereitet.



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