Donnerstag, 3. November 2011

Im Zillertal nichts neues

Reisetagebuch von Frau Süd vom 2. und 3. November 

Nichts wirklich neues gibt es aus dem Süden zu berichten und in diesem Fall ist das sogar richtig gut! Wir geniessen immer noch unseren Urlaub, wir schwimmen immer noch viel, wir essen immer noch hervorragend und wir haben immer noch fantastisches Wetter.

Am Dienstag haben wir nach der zweiten Schwimmeinheit am nachmittag eine grossangelegte Badeaktion durchgeführt. Klingt doch passend: baden nach dem schwimmen oder? Ich hab aber einfach nur alle Kinder gründlich gewaschen und auch die Haare mal wieder mit einer Extrapflege bedacht. Nachdem am Abend das Galadinner des Hotels auf dem Programm stand wollte ich uns gewissermassen alle etwas aufhübschen (na gut: nur ich wollte dass alle aufgehübscht werden!). Allerdings sind wir bis zum Essen fast verhungert, denn dieses hat erst um halb acht begonnen und wir haben deutlich gemerkt, dass die Zeitumstellung noch ihr übriges dazu tut, das dies für uns einfach zu spät ist. Entschädigt wurden wir dann von einigen ganz fantastischen Gängen, im einzelnen habe ich gewählt:

1. Salatvariationen mit Wurzelbrot und Erdäpfel-Selchfleisch-Aufstrich
2. Variationen vom Gemüse-Sushi, Flusskrebsen & Milchkalb
3. Curry-Sauerkrautsüppchen mit Hirsch
4. Saiblingsfilet auf Kräuter-Linguini im Kokosnuss-Lemongras-Schaum
5. Tiroler Biokalbsfilet in Kakao gebraten auf Gemüsebeet
6. Kürbiskernmousse, Preiselbeerkuchen und Maronieis

Klingt das lecker oder klingt das lecker? 
Besonders der Preiselbeerkuchen im Glas war wirklich der absolute Hammer und ich war mehr als froh heute nachmittag noch einen übrig gebliebenen zu bekommen! Überhaupt ist sehr positiv dass das Hotel jetzt sehr leer ist. Nach dem verlängerten Allerheiligenwochenende sind die meisten Gäste abgereist, ab Sonntag schliesst das Hotel für die jährlichen Renovierungsarbeiten für einen Monat, und so sind jetzt nur noch soviele Gäste im Haus, dass man sich fast schon alleine fühlt. Was ich grossartig finde. Und die Kinder sind schwer begeistert, weil ausser ihnen heute keine anderen Kinder mehr bei der Kinderbetreuung waren und die nette Steffi somit genau das gemacht hat, was sich meine drei Grossen gewünscht haben.

Trotzdem stand natürlich auch heute wieder schwimmen auf dem Programm. Und das selbstredend mit uns. Ich bin ja schrecklich stolz auf meine beiden Mädels. Denn die zwei haben seit jeher einen Heidenrespekt vor dem kalten Nass und haben erst sehr spät schwimmen gelernt und niemals nicht das Gesicht auch nur ein bisschen unter Wasser gesteckt. Tauchen oder dergleichen war ein komplettes No-go. Ja genau: war! Denn in diesen paar Tagen haben beide sämtliche Ängste überwunden und jeden Tag einen weiteren Schritt gemacht: am ersten Tag noch mit trockenem Gesicht, wurde am zweiten mit Schwimmbrille und zugehaltener Nase getaucht, gestern dann der erste Sprungversuch unternommen und heute wurde getaucht und gesprungen was das Zeug hielt. Komplett angstfrei und mit solch grosser Freude, dass ich fast platzen könnte vor Stolz auf meine beiden Wasserratten! Die beiden Jungs lieben übrigens den Pool und der grosse schwimmt samt Flügeln ganz fleissig und freudig die ganze Zeit um seine Schwestern und er kleine spielt stundenlang im flachen Wasser stehend mit seinen Autos und lässt sich auf Mama's Rücken durchs Wasser schwimmen.

Nach einer feinen Gesichtsbehandlung für mich und gut zwei Stunden Schlaf für die Jungs steht jetzt dann wieder das Abendessen, dieses Mal ein Buffet, auf dem Programm und danach dann hoffentlich eine baldige Nachtruhe, denn der heutige Föhn hat uns nicht nur Temperaturen von knapp 20 Grad sondern mir auch Kopfschmerzen beschert. Aber darüber will ich mich nun wirklich nicht beschweren.

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Erwähnte ich bereits dass ich hier nie mehr weggehe? 
Ich fürchte, der Zeitpunkt an dem ich diese Aussage einer ernsthaften Prüfung unterziehen muss, rückt unaufhaltsam näher. Nur noch ein ganzer Tag und dann steht die Abreise unmittelbar bevor. Auf der einen Seite ist die Zeit wieder mal viel zu schnell vergangen, auf der anderen Seite kommt es mir schon unglaublich lange so vor als würden meine Tage fast ausschliesslich aus schwimmen und essen bestehen. 
Natürlich habe ich bzw. haben wir auch viele andere Sachen gemacht und seit gestern sind die Kinder auch ganz begeistert von der Kinderbetreuung und lassen sich da bespaßen. 

Ich habe in dieser Zeit viel gelesen, hauptsächlich virtuell, in all den vielen Blogs, die ich so liebe. Dabei habe ich auch einen neuen gefunden und komplett gelesen: Madita Löwenherz (unglaublich berührend und sehr schön geschrieben!). 
Außerdem habe ich die eine oder andere Blüte für das MMM-Babydeckenprojekt von bauchherzklopfen gehäkelt (Allerdings viel weniger als ich mir eigentlich vorgenommen hatte, irgendwie hab ich hier kein gutes Zeitmanagement!) 
Und ich habe mit einem interessanten Buch angefangen: Gefühlsinventur. Bis jetzt finde ich es wirklich toll, mich mal mit meinen Gefühlen zu beschäftigen, in einer ganz ungewohnten Art und Weise.

Ansonsten gibt es von hier wirklich nichts Neues: nach dem gestrigen Abendessen habe ich gegen einen wunderbar angenehm unangenehme Creme-brulee-Übelkeit gekämpft und heute dann weniger gegessen (und weniger geschwommen). Dafür waren wir bei frühlingshaften Temperaturen in dem wunderschön angelegten Spielpark, wo die Kinder richtig Spass hatten. Schade, dass es solch tolle Spielplatzkonzepte bei uns nicht gibt!

Und sonst: wie könnte es anders sein? Jetzt steht erst mal das Abendessen auf dem Plan. Und dann die vorletzte Nacht vor der Heimreise. 
Kann man irgendwo auf langsamer schalten?

Es grüsst euch alle in Nord und Süd ganz herzlich
eure urlaubende Frau Süd

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