Dienstag, 15. November 2011

I ♥ Jamie

Neben meine Mama gibt es wohl niemanden der meine Art zu kochen so geprägt hat wie Jamie Oliver. Als im Jahr 2001 sein erstes Kochbuch auf deutsch erschienen ist (welches eigentlich sein drittes war, die beiden Vorgängen sind 1999 und 2000 in Grossbritannien erschienen und dann erst nach dem grossen Erfolg quasi rückwirkend in Deutschland veröffentlich worden) war ich ehrlich begeistert, denn bis dahin war die Kochbuchlandschaft hierzulande zum einen sehr überschaubar und zum anderen sehr "schlicht" von der Aufmachung her. Das soll jetzt nicht hiessen dass "Genial kochen mit Jamie Oliver" eine besonders verspielte oder bunte Aufmachung gehabt hätte, aber der Stil war einfach anders, einfach Jamie. Und meiner Meinung nach hat er sehr viel dazu beigetragen dass sich im folgenden sehr viel auf dem Kochbuchmarkt getan hat. Natürlich ist es durchaus denkbar dass diese Entwicklung völlig unabhängig von ihm stattgefunden hat und hätte, aber ich sehe das zumindest für mich als Anfang.


Ich habe schon immer sehr gerne gekocht und gebacken und auch so manche einige viele Kochbücher und vor allem Kochzeitschriften jeden Monat gekauft. Aber von Jamie Oliver war ich begeistert und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Kochbuch wirklich gelesen. Ausserdem fortan keine seiner Sendungen verpasst, die bald nach Erscheinen des Buches und dem anscheinend unerwartetem Erfolgt, im deutschen Fernsehen liefen. Im Folgenden habe ich eine mittelschwere Jamie-Oliver-Sucht entwickelt und DVDs, Kalender (ja die gab es eine Zeit lang und die waren echt toll, also mit Rezepten nicht mit was manch einer jetzt denken mag), Becher und allem was man in Deutschland so kriegen konnte.


Tollerweise erschienen relativ schnell relativ viele neue Sachen und all das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan. Oft kommt ja mit eine gewissen Omnipräsenz eine Übersättigung und man kann sicherlich auch Mr. Oliver vorwerfen dass er sich gut vermarket und aus allem was irgendwie finanziellen Erfolg verspricht auch Geld macht. Aber und das ist sicherlich eine subjektive Meinung ich finde dass Jamie Oliver sich selbst immer treu geblieben ist und man ich nehme ihm ehrlich ab, für das zu stehen was er macht. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland ein riesiges Sortiment an Jamie-Oliver-Sachen. Angefangen von Pfannen über Geschirr, Küchenhelfer, Lebensmittel, Apps und seit einigen Monaten sein in England erfolgreiches Magazin auch auf deutsch (natürlich hatte ich das schon in der englischen Fassung abonniert).


Wesentlich mehr will ich nun in meiner Lobeshymne gar nicht mehr vortragen. Den meisten dürfte es eh bekannt sein dass Jamie Oliver jedes seiner Bücher unter ein Motto stellt und (in den damit verbundenen Sendungen) auf die Details eingeht bzw. die Augen für bestimmte Themen öffnen möchte: so z. B. seine Fifteen-Restaurants, in denen er arbeitslosen bzw. sozial schwachen Jugendlichen die Möglichkeit einer Ausbildung gibt, seine verschiedenen Länderkochbücher oder sein "Natürlich Jamie" in dem er gewissermassen Anreize zum Selberanbauen von Obst, Gemüse und Kräutern liefert. Sein aktuelles und 13. Kochbuch befasst sich mit der Küche seines Heimatlandes und ich freu mich schon aufs Ausprobieren vieler Rezepte.

Was vielleicht den wenigsten bekannt sein dürfte ist der Umstand dass Jamie Oliver lange Jahre als Schlagzeuger der Band "Scarlet Division" tätig war und sogar eine CD-Kompilation herausgegeben hat. Natürlich zum Abschluss mit einem Song seiner Band und Schlagzeugsolo. Übrigens eine sehr gelungen CD mit lauter Lieblingsmusik von Frau Süd, die festgestellt hat dass sie ganz schön nostalgisch wird beim Hören.


Ich hoffe euch allen in Nord und Süd macht diese Woche voller Jamie ganz viel Appetit!

1 Kommentar:

  1. Ich darf hier eigentlich gar nicht lesen, weil da bekomm ich immer Hunger!!! Aber heute mal Lust auf Musik! Danke dafür und auch fürs Appetit machen, für diesen tollen Blog! <3

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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!