Freitag, 25. November 2011

E wie ENTE, ENGEL & anderes Geflügel

Oder E wie Endspurt - nee natürlich noch nicht in Sachen Weihnachten... wobei: in einem Monat haben wir den Heiligen Abend schon wieder hinter uns gebracht gefeiert und sitzen wahrscheinlich heute Mittag bei Ente oder Gans oder einem anderen Braten oder einem anderen leckerem Mahl. Für mich ist heute Endspurt ins Sachen Geburtstagsvorbereitungen für meinen Junior, der morgen tatsächlich schon vier Jahre alt wird und seine erste Kindergartenfreundegeburtstagsparty hat. Am Sonntag danngemütliche Familienfeier und am Montag die Feier im Kindergarten. Ich werde also dieses Wochenende zwischen Küche und Wahnsinn verbringen. Aber es ist es wert!

E natürlich auch wie Endlich Freitag und damit auch wieder der liebgewonnene Freitagsfüller von Barbara (hier findet ihr jede Menge weiterer inspirierender Füller!) Meiner sieht heute so aus:

1.  Ich könnte mal wieder einen Kindergeburtstag ausrichten ;-)

2.  Bei diesen Temperaturen habe ich immer ein Unterhemd drunter.

3.  Bloß nicht daran denken dass am Sonntag schon der erste Advent ist und es damit nicht mehr lange bis Weihnachten dauert.
4. Ich muss heute auf den ersten Schul-Weihnachtsmarkt.
5.  An meiner Tür  hängt noch kein Weihnachtskranz, weil ich die Kiste, in der dieser liegt noch nicht geöffnet habe. Oder soll ich mir lieber einen neuen kaufen?
6. Ich habe teilweise leicht gelbe Fingerspitzen. Was an den vielen Clementinen liegt, die ich derzeit schälen muss.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf die Ruhe vor dem Geburtstagssturm und hoffe dass ich nach einem Besuch des Schulweihnachtsmarkts samt musikalischer Darbietung meiner jüngeren Tochter tatsächlich alle Vorbereitungen für morgen abgeschlossen habe, morgen habe ich die Geburtstagsfeier meines dann wirklich schon VIER Jahren alten Sohnes geplant und Sonntag möchte ich die Familiengeburtstagsfeier für den Sohnemann für ihn schön gestalten und die Vorbereitungen für die Kindergartenparty am Montag treffen!
Sehr naheliegend zu dieser Jahreszeit auch E wie Engel. Ich habe schon einige in meinem Haus sitzen, obschon ich mit der Weihnachtsdeko noch lange nicht so weit bin wie ich es mirvorgenommen gewünscht hätte. Mein Lieblingsengel steht dieses Jahr in der Küche und ist bei dem bunten Adventskranz kein Wunder auchkein klassischer Zeitgenosse, sondern sieht so aus:




Aber nun zurück zum E des Tages: E wie Ente. Und damit meine ich nicht zwangsläufig den typischen Enten- oder Gänsebraten, sondern ich meine gut schmeckende und leicht zuzubereitende Geflügelgerichte, die sich im Ofen quasi von selbst zubereiten. Ja genau: fast von selbst! Ich hatte bis vor ein paar Jahren einen Heidenrespekt vor Braten jeglicher Art, weil ich dachte das wäre furchtbar viel Arbeit, grosses Können und nur für viele Gäste geeignet. Aber weit gefehlt. Heute bin ich in der kalten Jahreszeit ein Anhänger von tollen Braten und diese sind wirklich die perfekten Familiengerichte: es gibt soviele verschiedene Möglichkeiten, Beilagen, Sossen und wenn man gleich ein grösseres Stück zubereitet hat man mindesten am nächsten Tag auch gleich noch ein leckeresEssen.

Heute gibt es deshalb von mir ein Standardrezept für Putenoberkeulen vom Blech, das Rezept ist eine Anlehnung an Jamie Oliver, der in seinem Buch Jamie's Kochschule viele super Bratenrezepte, Sossen und alle möglichen und unmöglichen Beilagen vorgestellt und einfach verständlich für jeden erklärt hat. Ich habe gleich drei Oberkeulen à gut 1,5 kg gemacht, weil wir Besuch hatten (und am nächsten Tag gab es die übrig gebliebene Keule mit Miniknödeln und Rotkohl, mjam-mjam!)

Die Putenoberkeulen waschen, gut trocknen und mit Salz und Pfeffer oder Chili würzen, rundum mit Olivenöl einreiben und auf ein grosses, tiefes Backblech legen. In den vorgeheizten Ofen schieben und 20 Minuten bei 240 Grad anbraten lassen, dann die Hitze auf 200 Grad reduzieren. Zwischenzeitlich etwa 1/2 Liter Wasser und Brühe (gekörnt oder Würfel, am besten Geflügelbrühe) mischen und ein wenig der Flüssigkeit über die Keulen giessen. In der Zwischenzeit Wurzelgemüse nach Wunsch (bei uns 2 kg Kartoffeln, 1,5 kg Karotte und 500 g Petersilienwurzeln, sowie 3 Zwiebeln und 5 ungeschälte Knoblauchzehen) waschen, schälen und in gleichmässig grosse Stücke (diese können ruhig gross bleiben) schneiden und nun unter und zwischen die Putenteile legen und Kräuter nach Wunsch (bei uns "nur" Petersilie in Ermangelung anderer frischer Kräuter) dazulegen und nochmals ein wenig Brühe angiessen. In der nächsten Stunde immer wieder Flüssigkeit nachfüllen und ansonsten gibt es soweit nichts weiter zu tun. Nach etwa 1,5 Stunden insgesamt sind die Putenkeulen durchgegart und werden nun mit etwas Aprikosenmarmelade bestrichen, das Gemüse wird aus dem Ofen entfernt (samt sämtlicher Flüssigkeit) und die Keulen bei starker Oberhitze für wenige Minuten gebräunt, dann aus dem Ofen entnehmen und in Alufolie einwickeln.

Währenddessen das Gemüse in eine Schale füllen, die Flüssigkeit in einen Topf geben, wenige Gemüsestücke dazugeben und passieren, aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken und mit Sauerrahm verfeinern. Alles gemeinsam servieren.




Und jetzt: E wie Ende. Euch allen in Nord und Süd natürlich ein wunderschönes erstes Adventswochenende mit vielen leckeren, kuschligen Kerzenmomenten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!