Mittwoch, 30. November 2011

J wie JAMIE'S SPICED CANDY PECANS

Geht es nur mir so oder findet ihr auch oftmals die deutschen Übersetzung englischer Originaltitel befremdlich bis doof? Die fantastische Leckerei die euch beim heutigen J erwartet ist so ein Fall. Im Original SPICED CANDY PECANS. Find ich gut. Auf deutsch dann: Würzige Pekanunuss-Süssigkeiten... naja. Auf jeden Fall ein Rezept aus der aktuellen Weihnachtsausgabe des deutschen Jamie Oliver Magazins und ein typisches Jamie-Rezept.


Zunächst dachte ich ja dass mit für das J ausser Jamie eben nicht viel einfallen würde, aber so wenig gibt's da gar nicht: zum Beispiel das hier wäre doch auch sehr passend gewesen:



Und man braucht sich lediglich den nordischen Ländern zuwenden und hat mit dem JUL das allumfassende Weihnachtsthema, an dem man sich bedienen kann. Aber hier und heute wieder einmal Jamie! Juhuu! 

Wer noch eine supereinfache und superleckere Nascherei zu Weihnachten oder einfach so zwischendurch im Advent sucht oder am 24. Dezember noch ganz schnell ein köstliches selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk braucht, der ist bei diesem Rezept genau richtig. Denn es geht superschnell, supereinfach und ist superköstlich!


300g Pekannusskerne (ich LIEBE Pekannüsse! Aber es gehen natürlich auch andere Nüsse, z. B. der grosse Bruder der Pekannuss, die Walnuss!) sind die wichtigste Grundzutat (was jetzt nicht schwer zu erraten war oder?). Aber zunächst nimmt man ein Eiweiss und schlägt es mit einem Teelöffel eiskaltem Wasser schaumig auf und mischt die Nüsse damit. Dann werden 80 g Zucker und weihnachtliche Gewürze nach Wunsch (Zimt, gemahlene Nelken bevorzugt. Ich habe eine Gewürzmischung für Mehlspeisen verwendet, die eben diese beiden Gewürze sowie etwas Kakao enthält) sowie eine Prise gutes Salz vermischt und zügig die Nüsse darin gewälzt. Dann alles auf ein mit Pergamentpapier belegtes Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 150 g ca. 45 Minuten unter gelegentlichem Wenden backen. Und dann - ganz wichtig - NICHT sofort kosten, egal wie gut es riecht, sondern erst auskühlen lassen! (nicht dass ich wüsste dass man sich sonst furchtbar die Zunge verbrennt, aber ich könnte mir vorstellen dass das so passiert...). Wirklich unglaublich lecker! Und hübsch verpackt ein nettes Mitbringsel oder in grösseren Mengen unwiderstehliches Geschenk für alle Nusslieberhaber!




Ja das war es jetzt mit dem (dem aufmerksamen Leser ist hoffentlich aufgefallen dass die Tüte mit passendem Tape verschlossen wurde?! Ich sag nur "Jingle bells" & "Joy to the world"!). Bin schon gespannt was die Frau Nord sich für das morgige K zum 1. Dezember hat einfallen lassen. 



Dienstag, 29. November 2011

I wie INGWER

INGWER! Na, klar! Dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin. Ich habe doch ernsthaft eine Weile völlig ahnungslos darüber nachgedacht, welches weihnachtliche Thema zum Buchstaben "I" passt. 
Den guten alten GINGERBREAD MAN habe ich da zunächst völlig außen vor gelassen. Gut, Ingwer ist sicherlich nicht soo weihnachtlich wie Zimt oder Nelken, aber ich finde, es hat seine Daseinsberechtigung. 

Das gleiche fand wohl auch Alice Hart, hat die Gute doch ein ganzes Kochbuch darüber geschrieben, wie sich die Pflanze in der süßen Küche einsetzen lässt. Aus diesem Buch stammt das Rezept.


Ingwer ist sicherlich Geschmackssache und sollte ohnehin sparsam eingesetzt werden. Ich habe ein Rezept ausgewählt, in dem lediglich 2 TL Ingwerpulver (gibts im Asia-Shop) eingesetzt werden. Besonders gut gefallen hat mir auch die Verwendung von viel Honig und wenig(er) Zucker. 

Im einzelnen sieht das dann so aus: 110 gr weiche Butter mit 60 gr feinem Zucker und 150 gr flüssigen Honig cremig schlagen. 2 leicht verklopfte Eier dazugeben und gut unterrühren. 250 gr Mehl und 2 TL Ingwerpulver dazusieben und unterheben. 1 EL Zitronensaft darunter rühren. In eine vorbereitete Form (ich habe ein Brownieblech gewählt) geben und bei 180 Grad ca 40 Minuten backen.

INGWER-KUCHEN MIT HONIG


Ich finde, der Kuchen verträgt auch noch gut einen klassischen Zitronen-Puderzucker-Guss. Der Teig ist eher kompakt (leicht "brotig" - gibt es das Wort?), daher eignet er sich auch gut als Take away Frühstück oder zur Teatime. 

Apropos Teatime. Hier noch ein schnelles Rezept für dazu passenden Ingwer-Tee: 60 gr frischen Ingwer schälen und kleinschneiden und mit 600 ml kochendem Wasser überbrühen. Nach Geschmack frische Pfefferminzblätter und Zitronenscheiben dazugeben, 2 Minuten ziehen lassen und mit Honig süßen. 

Perfekt für eine anregende Stärkung im Weihnachtstrubel! Seid ihr schon mittendrin?

Liebe Grüße, Frau Nord


Montag, 28. November 2011

H wie HAFERKEKSE

Dass ich an Pinsomnia leide, ist mir ja schon bekannt. Jetzt aber muss ich einer anderen Sucht ins Auge blicken. Ich steiger mich so doll in die ganzen schönen Blogs rein, die es so gibt (und nahezu täglich stolper' ich über einen neuen) und finde es unglaublich (und unglaublich toll), was es für viele tolle Mädelz da draußen gibt und wie wunderbar, talentiert und kreativ ihr alle seid. Wen ich meine? Schaut einfach mal in die Blogroll rechts!

Wirklich, ich meine das ganz unkitschig und von Herzen, ihr seid - wie Woody Allen in "Scoop" so gerne sagt "eine Zierde eurer Rasse". 
Ich finde, wir sollten alle eine WG aufmachen. Ich möchte mit euch allen zusammenleben und eure selbstgebackenen Cupcakes essen, eure gehäkelten Mützen tragen, von euch die Nägel lackiert bekommen, euren wunderbaren Ansichten lauschen, eure grandiosen Fotos betrachten oder euren irre guten Geschmack bestaunen! 
Das muss ich noch mal von meinem Adventsherzchen loswerden, ehe wir zum eigentlichen Thema des Tages kommen: dem Christmas ABC, in der Hauptrolle heute: Buchstabe "H".


Es gibt Kekse! 

Unverzichtbar für Weihnachten - und am besten schmecken nun einmal selbstgemachte!
Diese gehen so: 90 gr weiche Butter mit 90 gr braunen Zucker und 1 Tüte Vanillezucker cremig mixen. 1 Ei gut unterschlagen. Erst 125 gr Mehl mit  1/2 TL Backpulver dazugeben, dann 50 gr Haferflocken, 100 gr gehackte Schokolade (oder Schokotropfen) sowie 50 gr gehackte Nüsse (hier: Macadamias) (gerne auch schon gesalzene - sonst Salz zum Teig geben!). 
Mit 2 Teelöffeln kleine Mengen abstechen und mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.  
Für 10 Minuten bei 190 Grad backen.



Und überlegt euch das mit der WG. Echt jetzt.

Liebe bzw verliebte Grüße, 
Frau Nord

Sonntag, 27. November 2011

G wie GEBURTSTAG und GROSSES GLÜCK

Schon ist sie rum: die erste ABC-Woche und wir sind beim Buchstaben G angelangt. Dieser steht für mich für Geburtstag. Und damit meine ich nicht für den Geburtstag von Jesus, den wir ja jedes Jahr am heiligen Abend feiern. Wobei ich mir schon lange nicht mehr sicher bin ob sich wirklich noch viel daran erinnern, dass es das ist für was Weihnachten steht und dass die Gründe, aus denen Weihnachten ursprünglich gefeiert wird andere sind, als möglichst viel zu konsumieren, sowohl im wörtlichen, wie auch im übertragenen Sinn. Nein, ich meine damit den Juniorgeburtstag, der seit nunmehr vier Jahren jedes Jahr knapp einen Monat vor der heiligen Nacht und oft ziemlich genau zum Adventsbeginn bei uns im Hause Süd gefeiert wird. Dieses Jahr war es ein ganz besonderer Geburtstag mit erster Kindergartenfreundeparty, die am gestrigen Samstag statt gefunden hat. Der ganze Tag war ein Traumtag für den Junior und es hat mich unglaublich berührt wie wahnsinnig glücklich, stolz und aufgeregt mein kleiner grosser Sohn war. Abends - als alle Gäste längst verabschiedet waren - habe ich noch aufgeräumt und sauber gemacht (14 Kinder hinterlassen Spuren! Und für penible Perfektionisten wie mich ist es schwer da drüber hinwegzusehen), immer in Begleitung des Geburtstagskinds, das mir immer wieder erklärt hat "nie wieder zu schlafen", weil er "dann kein Geburtstagskind" mehr ist. Denn das hat er den ganzen Tag immer wieder gefragt: ob er denn JETZT auch noch das Geburtstagskind ist und als ich ihm zum hundertsten Mal erklärt habe, dass er das so lange ist, bis er am Abend einschläft, da war es für ihn nur logisch, dass er für immer eines bleibt wenn er einfach nicht mehr schläft... er hat bis viertel nach elf durchgehalten! Und war heute in der Früh ganz selbstverständlich kein Geburtstagskind mehr. Aber das ist nicht schlimm, denn heute ist gleich die nächste Feier: dieses Mal mit der Familie und unser Geburtstagskind von gestern ist gerade schwer damit beschäftig seine nagelneue Carrera-Cars-Bahn mit seinem Opa aufzubauen! 


Ich für meinen Teil habe mich gestern arbeitsmässig sehr etwas verzettelt, viel zu viel vorbereitet und war dem Wahnsinn näher als mir lieb ist, als ich feststellen musste dass einfach nicht alles machbar ist, was ich unbedingt machen wollte und als ich gesehen habe dass meine Küche einem Schlachtfeld gleicht und die ersten Gäste schon vor der Tür gestanden sind! Letztendlich waren alle Kinder sehr begeistert und es sind bergeweise Essen übrig geblieben. Was nichts macht, denn damit spare ich mir heute dann etwas Arbeit. Das Partymotto war natürlich "Cars", allerdings habe ich nicht ausschliesslich mit Cars-Sachen dekoriert, sondern einige hübsche Sachen in einem meiner absoluten Lieblingsshops gekauft: der Schönhaberei! Alles in rot, blau, weiss und alles in allem wunderschön!

Zum heutigen Sonntagssüss möchte ich noch ein paar leckerste Muffins beitragen: eine Mischung aus Leila Lindholm, Nicole (bei der ich ganz dreist die wunderschöne Deko geklaut habe) und meiner Wenigkeit: weihnachtliche Glückseulenmuffins!
Für 12 Stück 100g Butter schmelzen, 200ml Milch und 1TL gemahlene Vanille zugeben. 2 Eier, 120g Zucker, 1/2TL Zimt und 1TL Kakao (ich habe einen winterlich gewürzten verwendet) schaumig unterrühren. Zum Schluss 240g Mehl, 2TL Backpulver und eine Prise Salz sieben und unter den Teig heben. Die Masse in 12 Muffinförmchen geben und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad etwa 15 Minuten backen (Stäbchenprobe). Auskühlen lassen und mit Schokoguss überziehen. Oreo-Kekse halbieren (am besten durch aufdrehen) und oben wie Eulenaugen aufsetzten, ein Minismartie als Nase und zwei als Augen platzieren. Fertig ist das Glück in Eulenoptik!
Ich wünsche euch allen in Nord und Süd einen wunderschönen, sonnigen ersten Adventssonntag und ganz viel Spass beim erste Kerze anzünden, erste Plätzchen geniessen, erste Adventsgeschichte vorlesen und allem was ihr sonst für diesen tollen Sonntag geplant habt. Für alle die noch mehr sonntagssüsse Rezepte (und sicherlich jetzt schon jede Menge Plätzchen- und Adventsrezepte) suchen: bitte einfach bei Nina klicken! Mjam-mjam!

Samstag, 26. November 2011

F wie FIXES FUDGE

Insbesondere zur Weihnachtszeit ergeben sich viele Gelegenheiten, an denen man ein kleines Mitbringsel verschenken möchte. Ich finde selbstgemachtes hierfür viel persönlicher und herzlicher als eine gekaufte Flasche Wein oder einen Blumenstrauß (wobei das natürlich auch schöne Sachen sind). Für die Zubereitung des unverschämt leckeren Erdnussbutter-Fudge von Julie Andrieu (aus "Schokomagie") benötigt man aber wirklich nur wenig Zeit und wenig Zutaten. Auch die Zubereitung ist noch einfacher als beim Fudge neulich.


So einfach gehts: 180 gr dunkle Schokolade grob zerkleinern und mit 210 gr gezuckerter Kondensmilch und 150 gr Erdnussbutter (creamy) für 2 Minuten auf einem tiefen Teller in der Mikrowelle schmelzen lassen. 


Gut umrühren und die Masse auf ein größeres Stück Backpapier geben und leicht verteilen. Ein zweites Stück Backpapier darüber legen und die Masse mithilfe eines Nudelholzes oder eines Backbleches platt ausrollen.


Das Fudge mit dem Backpapier auf ein Tablett ziehen und mehrere Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. 
Jetzt kommt noch ein Super-Trick: Um das Fudge gleichmäßig mit Kakao bestäuben zu können, und dabei keine Sauerei in der Küche zu veranstalten, einfach max 70 gr Kakaopulver in einen Gefrierbeutel geben. Das Fudge mundgerecht schneiden und in den Plastikbeutel geben. Alles gut schütteln (den Beutel natürlich gut verschließen) und danach in ein Sieb schütten (am besten natürlich über der Spüle!) um das überschüssige Kakaopulver zu entfernen. 

Hübsch verpacken und verschenken - oder selbst naschen...
Besser als jede gekaufte Praline... so lecker!!! 

Ein schönes Wochenende 
wünscht Frau Nord

Freitag, 25. November 2011

E wie ENTE, ENGEL & anderes Geflügel

Oder E wie Endspurt - nee natürlich noch nicht in Sachen Weihnachten... wobei: in einem Monat haben wir den Heiligen Abend schon wieder hinter uns gebracht gefeiert und sitzen wahrscheinlich heute Mittag bei Ente oder Gans oder einem anderen Braten oder einem anderen leckerem Mahl. Für mich ist heute Endspurt ins Sachen Geburtstagsvorbereitungen für meinen Junior, der morgen tatsächlich schon vier Jahre alt wird und seine erste Kindergartenfreundegeburtstagsparty hat. Am Sonntag danngemütliche Familienfeier und am Montag die Feier im Kindergarten. Ich werde also dieses Wochenende zwischen Küche und Wahnsinn verbringen. Aber es ist es wert!

E natürlich auch wie Endlich Freitag und damit auch wieder der liebgewonnene Freitagsfüller von Barbara (hier findet ihr jede Menge weiterer inspirierender Füller!) Meiner sieht heute so aus:

1.  Ich könnte mal wieder einen Kindergeburtstag ausrichten ;-)

2.  Bei diesen Temperaturen habe ich immer ein Unterhemd drunter.

3.  Bloß nicht daran denken dass am Sonntag schon der erste Advent ist und es damit nicht mehr lange bis Weihnachten dauert.
4. Ich muss heute auf den ersten Schul-Weihnachtsmarkt.
5.  An meiner Tür  hängt noch kein Weihnachtskranz, weil ich die Kiste, in der dieser liegt noch nicht geöffnet habe. Oder soll ich mir lieber einen neuen kaufen?
6. Ich habe teilweise leicht gelbe Fingerspitzen. Was an den vielen Clementinen liegt, die ich derzeit schälen muss.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf die Ruhe vor dem Geburtstagssturm und hoffe dass ich nach einem Besuch des Schulweihnachtsmarkts samt musikalischer Darbietung meiner jüngeren Tochter tatsächlich alle Vorbereitungen für morgen abgeschlossen habe, morgen habe ich die Geburtstagsfeier meines dann wirklich schon VIER Jahren alten Sohnes geplant und Sonntag möchte ich die Familiengeburtstagsfeier für den Sohnemann für ihn schön gestalten und die Vorbereitungen für die Kindergartenparty am Montag treffen!
Sehr naheliegend zu dieser Jahreszeit auch E wie Engel. Ich habe schon einige in meinem Haus sitzen, obschon ich mit der Weihnachtsdeko noch lange nicht so weit bin wie ich es mirvorgenommen gewünscht hätte. Mein Lieblingsengel steht dieses Jahr in der Küche und ist bei dem bunten Adventskranz kein Wunder auchkein klassischer Zeitgenosse, sondern sieht so aus:




Aber nun zurück zum E des Tages: E wie Ente. Und damit meine ich nicht zwangsläufig den typischen Enten- oder Gänsebraten, sondern ich meine gut schmeckende und leicht zuzubereitende Geflügelgerichte, die sich im Ofen quasi von selbst zubereiten. Ja genau: fast von selbst! Ich hatte bis vor ein paar Jahren einen Heidenrespekt vor Braten jeglicher Art, weil ich dachte das wäre furchtbar viel Arbeit, grosses Können und nur für viele Gäste geeignet. Aber weit gefehlt. Heute bin ich in der kalten Jahreszeit ein Anhänger von tollen Braten und diese sind wirklich die perfekten Familiengerichte: es gibt soviele verschiedene Möglichkeiten, Beilagen, Sossen und wenn man gleich ein grösseres Stück zubereitet hat man mindesten am nächsten Tag auch gleich noch ein leckeresEssen.

Heute gibt es deshalb von mir ein Standardrezept für Putenoberkeulen vom Blech, das Rezept ist eine Anlehnung an Jamie Oliver, der in seinem Buch Jamie's Kochschule viele super Bratenrezepte, Sossen und alle möglichen und unmöglichen Beilagen vorgestellt und einfach verständlich für jeden erklärt hat. Ich habe gleich drei Oberkeulen à gut 1,5 kg gemacht, weil wir Besuch hatten (und am nächsten Tag gab es die übrig gebliebene Keule mit Miniknödeln und Rotkohl, mjam-mjam!)

Die Putenoberkeulen waschen, gut trocknen und mit Salz und Pfeffer oder Chili würzen, rundum mit Olivenöl einreiben und auf ein grosses, tiefes Backblech legen. In den vorgeheizten Ofen schieben und 20 Minuten bei 240 Grad anbraten lassen, dann die Hitze auf 200 Grad reduzieren. Zwischenzeitlich etwa 1/2 Liter Wasser und Brühe (gekörnt oder Würfel, am besten Geflügelbrühe) mischen und ein wenig der Flüssigkeit über die Keulen giessen. In der Zwischenzeit Wurzelgemüse nach Wunsch (bei uns 2 kg Kartoffeln, 1,5 kg Karotte und 500 g Petersilienwurzeln, sowie 3 Zwiebeln und 5 ungeschälte Knoblauchzehen) waschen, schälen und in gleichmässig grosse Stücke (diese können ruhig gross bleiben) schneiden und nun unter und zwischen die Putenteile legen und Kräuter nach Wunsch (bei uns "nur" Petersilie in Ermangelung anderer frischer Kräuter) dazulegen und nochmals ein wenig Brühe angiessen. In der nächsten Stunde immer wieder Flüssigkeit nachfüllen und ansonsten gibt es soweit nichts weiter zu tun. Nach etwa 1,5 Stunden insgesamt sind die Putenkeulen durchgegart und werden nun mit etwas Aprikosenmarmelade bestrichen, das Gemüse wird aus dem Ofen entfernt (samt sämtlicher Flüssigkeit) und die Keulen bei starker Oberhitze für wenige Minuten gebräunt, dann aus dem Ofen entnehmen und in Alufolie einwickeln.

Währenddessen das Gemüse in eine Schale füllen, die Flüssigkeit in einen Topf geben, wenige Gemüsestücke dazugeben und passieren, aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Kräutern abschmecken und mit Sauerrahm verfeinern. Alles gemeinsam servieren.




Und jetzt: E wie Ende. Euch allen in Nord und Süd natürlich ein wunderschönes erstes Adventswochenende mit vielen leckeren, kuschligen Kerzenmomenten.

Donnerstag, 24. November 2011

D wie DRESDNER CHRISTSTOLLEN

Na gut, für einen echten Dresdner Stollen muss der Stollen - und das ist sogar rechtlich geschützt - in Dresden (einer gaaanz wunderbaren Stadt, übrigens!) hergestellt werden, aber wir wollen mal nicht so kleinteilig sein. Zumal heute - genau einen Monat vor Weihnachten! - der ideale Zeitpunkt ist, einen Stollen nach Dresdner Art zu backen. 
Die meisten Stollen werden besser, je länger sie nach dem Backen ruhen können (3,4 Wochen dürfen es gerne sein).


Hier eines der vielen, vielen Stollenrezepte (für 2 Stollen):

Am bereits einige Tage vor dem eigentlichen Backen 200 gr geschälte und gehackte Mandeln mit 350 gr Rosinen, 100 gr Zitronat, 2 EL Bittermandelaroma, 80 ml Rum (oder Saft), 3 Päckchen Vanillezucker sowie Gewürzen (eine gute Prise gemahlene Nelke, Kardamon und Muskatnuss), abgeriebener Zitronenschale und dem Saft einer Zitrone mischen und im Kühlschrank durchziehen lassen.

Am Tag der Zubereitung die Mischung rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. 
1 Hefewürfel zerbröckeln und mit 1 TL Zucker in 1/8 l Milch auflösen. 
500 gr Mehl in eine Schüssel sieben und die Hefemilch in eine Mehlmulde gießen und einige Minuten gehen lassen. 90 gr Zucker, 150 gr Butter, 125 gr Schmalz sowie eine Prise Salz zum Mehl geben und in der Küchenmaschine verkneten, zuletzt die vorbereitete Mandelmischung hinzugeben. 
Teig halbieren und zu Stollen formen, ggf einen Marzipanstrang einarbeiten. 

Die Stollen 1 Stunde gehen lassen, dann für etwa 50 Minuten bei 200 Grad backen. 
Danach gibt es ein Butterbad: 200 gr Butter schmelzen und die noch heißen Stollen in mehreren Schritten abwechselnd mit Butter tränken und mit Puderzucker bestäuben. 



Den ausgekühlten Stollen gut in Alufolie wickeln und mehrere Wochen ruhen lassen.
Vor dem Servieren nochmals mit Puderzucker bestäuben.
  
Genau heute beginnt übrigens der berühmte Striezelmarkt in Dresden - und natürlich viele andere Weihnachtsmärkte. 
Habt ihr euch schon den ersten Becher Punsch schmecken lassen? 
Ich werde mir heute einen Lumumba (Kakao mit Rum) auf dem Kieler Weihnachtsmarkt genehmigen (Punsch ist nicht so mein Fall).

Und welches weihnachtliche "E" gibt es im Hause Süd?

Liebe Grüße, Frau Nord



Mittwoch, 23. November 2011

C wie CHAI-LATTE-COOKIES

Vor kurzem hat mich ein Keks angesprungen. Und zwar direkt aus einem Freitagsglückspaket von Fräulein Text. Chai-Cookies, die natürlich gar wunderbar zum Weihnachte-ABC bei Nord und Süd passen und hier selbstredend das C vertreten! Wie toll klingt Chai und Cookie in einem denn? Solche Köstlichkeiten musste ich unbedingt auch haben. Ich hab dann kurzer Hand Chai-Latte-Cookies daraus gemacht und zwar so:

150 g weiche Butter mit 200 g Rohrohrzucker schaumig schlagen, zwei Eier einzeln zufügen und gut cremig rühren. 250 g Dinkelmehl gemischt mit 1 Teelöffel Weinsteinbackpulver und 3 Teelöffeln Chai-Latte-Pulver zugeben und kurz unterrühren.

Mit Teelöffeln kleine Häufchen abstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 12 Minuten backen (bis sich der Rand leicht bräunt). Sofort nach dem Rausnehmen aus dem Backrohr mit feinem Zimtzucker bestreuen oder noch besser: die Kekse darin wälzen. Himmlisch!



Euch allen in Nord und Süd einen tollen Mittwoch. Im Hause Süd steht am Wochenende eine grosse Party ins Haus und Frau Süd sollte nun langsam in die Puschen kommen um mit den Planungen voranzukommen damit es strahlende Kinderaugen und stolze Mutteraugen gibt. Und was habt ihr so geplant?

Dienstag, 22. November 2011

B wie BRATAPFELKUCHEN

Nachdem Frau Süd unser Christmas-ABC gestern mit einem grandios kitschigen - und bei mir ist kitschig kein Schimpfwort, sondern ein Qualitätsmerkmal! - Adventskranz eröffnet hat, halte ich es heute solide mit einem meiner liebsten Apfelkuchenrezepte (übrigens aus meinem Lieblingsbackbuch "Backen mit Leila"). 
Marzipan und Zimt tunen den Kuchen weihnachtlich und da die Äpfel gedünstet werden, habe ich mir die Freiheit genommen, sie Bratäpfel zu nennen. Damit es auch schön zum "B" passt, nech. 

 BRATAPFELKUCHEN von LEILA LINDHOLM


Und so geht's: Backofen auf 175 Grad vorheizen. 2 Äpfel schälen, entkernen, kleinschneiden und mit etwas Butter, Zucker und Zimt weich dünsten. 

Derweil 3 Eier mit 200 gr Zucker dicklich aufschlagen.  
50 gr Butter schmelzen, mit 100 ml Milch verrühren und zu den Eiern geben. 200 gr Mehl mit einer Prise Salz und 2 TL Backpulver vermischen und ebenfalls vorsichtig unter den Teig heben.  

100 gr Marzipan raspeln oder sehr klein schneiden und zum Teig geben. 
Den Kuchenteig in eine gebutterte und mit Semmelbröseln ausgestreute Kastenform geben und ca 35 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). In der Form auskühlen lassen.

Ich für meinen Teil wälze gerade möglichst viele Backbücher, um Ideen für unser Christmas-ABC zu finden. 
An meine Weihnachtsdeko habe ich noch gar keinen Gedanken verschwendet, allerdings habe ich ohnehin nur einen überschaubaren Fundus. 
Und - ich oute mich - in manchen Jahren haben wir nicht einmal einen Weihnachtsbaum! 


Dieses Jahr liegt Weihnachten ja auch so dermaßen Arbeitnehmer-unfreundlich, dass ich mich charakterlich eher dem GRINCH annäher', obwohl ich Weihnachten eigentlich so liebe und das ganze Drumherum gerne zelebriere.
Insofern nutze ich die Chance hier und feier ab sofort einfach jeden Tag Weihnachten.


Und damit gebe ich ab an Frau Süd und den Buchstaben "C".


Euch allen einen schönen Abend,
Frau Nord


Montag, 21. November 2011

A wie ADVENT

oder A wie ANFANG oder A wie ADVENTSDEKO oder A wie ADVENTSKRANZ...

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und der Advent eilt mit grossen Schritten herbei. Deshalb gibt es ab heute das grosse Christmas-ABC hier bei Nord & Süd und wir werden an jedem Tag eine feine Idee vorstellen, wie man diese besondere Zeit im Jahr noch schöner, kuscheliger, leckerer, zauberhafter und wundervoller gestalten kann und wir hoffen dass ihr alle in Nord und Süd mindestens ebenso viel Freude an unserem ABC habt wie die Damen Nord und Süd.

Den Anfang macht getreu den Gesetzen des ABC der Buchstab A und hinter diesem verbirgt sich ganz unspektakulär der Advent mit all seinen wunderbaren Dingen, die das Haus einstimmen auf diese besondere Jahreszeit und an dieser Stelle werden wir immer wieder ein paar Fotos von unseren Dekorationen für Advent und Weihnachten präsentieren. 

Ich war an diesem Wochenende dahingehend fleissig dass ich schon alles auf die Ankunft der adventlichen Dekoration vorbereitet habe, also habe ich alle "normale" Deko weggepackt und ordentlich geputzt. Dazu muss ich sagen dass ich die Adventszeit LIEBE und es mit dem dekorieren fast ein wenig übertreibe und ich werde jetzt nicht verraten wieviele Kisten mit Dekorationsmaterial ich mittlerweile im Keller stehen habe. Ausserdem ist unser diesjähriger Adventskranz hier angekommen. In einem riesigen Paket, sicher verpackt mit Unmengen an Papier, Luftpolsterfolie (wer liebt noch das zerdrücken der Luftblasen?) und Pappe. Und ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten wie dieser aussieht. Und ja ich weiss dass dieser nicht klassisch weihnachtlich ist (gell, Mama!) aber ich finde ihn wunderhübsch und bunt und fröhlich. Ich mag das so. Gefunden habe ich ihn übrigens wieder hier (den Kranz vom letzten Jahr zeig ich euch bei Gelegenheit später).





Und ausserdem habe ich schon wieder gewonnen. Juhuu, das ist so toll. Und zwar sechs Rentiere (ganz passend bei einer sechsköpfigen Familie, oder?) und zwar bei Engelenchen. Und der erste Schritt zur Adventsdeko war dann auch einen passenden Platz für die Familie Rentier zu finden. Danke an dieser Stelle nochmal für den tollen Gewinn liebe Marisa!


Ich wünsche euch allen in Nord und Süd eine wundervolle Adventszeit mit vielen schönen Dingen, leckeren Plätzchen und Tee, Bratapfelduft, Schneeflockenzauber, stimmungsvollen Momenten und leuchtenden Augen.


Weiter geht's zum besten B...
und zu C...
und hier ist ja schon das D...
darauf folgt natürlich ein E...
und ein fixes F...
damit sind wir schon beim grossen G...
gefolgt vom hübschen H...
da wartet schon ein ideenreiches I...
und auch ein junges J...
ach und damit kommt hier schon das klare K...
dich auf den Fersen ein läkka L...
auf geht's nun zum musikalischem M...
hier findet ihr das neue N...
und hier das ohhhh O...
schon kommt das passabelste P...
und das quarkigste Q...
darauf natürlich jetzt ein riesen R...
ein ganz schnelles S...
gefolgt von einem traumhaftem T...
und einem unvergessenem U...



Sonntag, 20. November 2011

Here comes the queen

Auch wenn es in dieser Woche von meiner Seite aus gegebenem Anlass sehr still war, so möchte ich es doch nicht versäumen zum einen meinen Beitrag zum Sonntagssüss beizusteuern und zum anderen möchte ich die Jamie-Oliver-Woche mit einem absoluten Kracher abschliessen. Meinem Lieblingrezept von Jamie. Und dem weltallerbesten Rezept für Süßschnnäbel. Den passenden Namen trägt es schon. Und zwar ganz zu Recht!

Ladies and gentlemen please stand up for the queen:

Die Königin aller Süßspeisen (nach einem Rezept von Jamie Oliver aus seinem 2001 in Deutschland und damit als erstes hierzulande erschienenem Buch "Genial kochen mit Jamie Oliver", im Origanal "Happy days with the naked Chef"). Bitte zahlreichnach nachkochen und GENIESSEN!

Für 4 - 6 Personen, die gerne süss essen, DAS ultimative Dessert:

3 Eigelb und 1 ganzes Ei richtig schaumig schlagen, 75 g Zucker, 600 ml Milch und 120 g Semmelbrösel gut unterrühren. 4 Esslöffeln Marmelade nach Geschmack (am besten eignen sich leicht säuerliche, aber ich habe das Rezept schon mit so ziemlich jeder Marmelade ausprobiert und es schmeckt mit fast jeder. Heute habe ich diese hier verwendet) in eine Auflaufform verteilen und die Ei-Zucker-Masse vorsichtig daraufgiessen. Im vorheizten Ofen bei 150 Grad etwa eine Stunde lang backen, so lange bis die Masse fest ist.


3 Eiweiss sehr steif schlagen und 100 g Zucker sowie einem Teelöffel gemahlener Vanille zugeben. Die Eischnemasse auf den die gebackene Masse geben und im Ofen weitere 20 Minuten backen, bis das Baiser fest und leicht gebräunt ist.

Und dann etwas Geduld vor dem Kosten, denn man kann sich sehr leicht sehr heftig seinen Mund daran verbrennen. Ja ich weiss wovon ich rede. Jetzt aber ab mit dieser Leckerei (die zugegebenermassen nicht annähernd so lecker aussieht wie sie tatsächlich ist!) zur 
die ich euch allen sehr ans Herz lege. Ihr findet heute alle weiteren sonntagssüssen Rezepte bei mat & mi und bei Pinterest.


Einen schönen Sonntagabend und einen angenehmen Start in die neue Woche, die hier im Zeichen von weniger Traurigkeit und mehr Fröhlichkeit stehen möge und einige schöne Vorbereitungen mit sich bringt.