Dienstag, 11. Oktober 2011

Was gibt's?

Diese Frage bekomme ich so oder ähnlich jeden Mittag aus mehreren hungrigen Mündern zu hören. Richtig müsste es natürlich heissen "Liebste Mama was hast Du uns heute Mittag wieder leckeres und gesundes gekocht?" (man wird ja wohl noch träumen dürfen!). Im Hause Süd wird seit jeher am Abend die Hauptmahlzeit des Tages eingenommen, ich lege grossen Wert darauf, dass der Tisch schön gedeckt wir; ich bemühe mich gesund, abwechslungsreich und gesund zu kochen und fast immer essen alle Familienmitglieder gemeinsam. Die Mittagsmahlzeit sieht etwas anders auch. Auch wenn ich fest gewillt bin ein schmackhaftes Mahl auf den Tisch zu bringen, so durchkreuzen Büroarbeit, Termine und das Einsammeln meiner Kindern oft meine Pläne und es wird dann zeitlich richtig knapp. Bis zum Ende des letzten Schuljahres haben wir bzw. die Kinder auch mittags immer gemeinsam gegessen. Aber mit Beginn des neuen Schuljahres ist die Große aufs Gymnasium gewechselt und dieses ist leider nicht mehr bei uns im Ort, sondern ein gutes Stück entfernt. Was zur Folge hat dass wir jetzt ein Buskind haben und die älteste Tochter tatsächlich erst um viertel nach zwei wieder nachhause kommt (nachdem sie das Haus um kurz nach sieben verlassen muss). Nachdem die beiden mittleren Kinder zwischen halb eins und viertel nach eins (je nach Schulende) aus Schule bwz. Kindergarten nach Hause kommen und die drei "Kleinen" - wie die Erfahrung der ersten Schulwochen gezeigt hat - nicht über eine Stunde auf ihre grosse Schwester warten können um zusammen zu essen, gibt es jetzt Mittagessen auf Etappen. Deshalb sind Rezept, die einerseits schnell gehen und andererseits ein warmhalten bzw. warten nicht übelnehmen und gleichzeitig auch noch Kindergeeignet sind, das was Mittags zählt. Besonders beliebt natürlich Fischstäbchen Süss- oder Mehlspeisen jeder Art. Heute gab es einen Blitzapfelstrudel und der hat so lecker geschmeckt, dass ich euch hier und heute das Rezept verraten will. Ich habe gleich zwei Strudel gemacht (denn von einem würden so viele hungrige Mäuler nicht satt werden), aber ich gebe die Menge für einen Apfelstrudel an!



Man nehme eine Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal, packe diesen aus und lege ihn auf ein mit Backpapier belegtes Bachblech. Dann bestreicht man diesen mit einer dünnen Schicht Apfelmarmelade (ich hatte selbstgemacht, das geht ganz einfach mit diesem Marmeladenzauberzucker mit dem die Marmelade kalt gerührt wird!), aber alternativ geht auch Aprikosenmarmelade. Zwei Äpfel, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden, darauflegen und eine Handvoll Mandelblättchen (und Rosinen nach Gusto - ich hasse die Dinger!) darüberstreuen, mit einem Teelöffel Sissi's Sünd (ja ich liebe diese Gewürz!) oder Zimt bestreuen, aufrollen, die Enden festdrücken und mit einem verquirlten Eigelb bestreichen und mit ein paar Mandelblättchen oder -stiften bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis der Strudel schön goldbraun glänzt. Mit Puderzucker bestäuben und mit Vanillesosse (oder Vanilleeis) servieren.



Bei uns gabs heute zufriedene Gesichter auf die Frage nach dem was es heute leckeres zu essen gibt. Das ist bisweilen auch ganz anders, zum Beispiel bei gesund klingenden Gerichten oder sobald böses Gemüse ins Spiel kommt! Und Was gibt's? im Norden wenn es mal schnell gehen muss?

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