Mittwoch, 7. September 2011

Oma's Freud

Hallo gen Nord,
ich werde nun am Freitag in der Früh aus bekanntermassen nicht schönen Gründen aufbrechen in Richtung Kärnten, der Heimat meines Vaters und gewissermassen auch meiner Herzensheimat. Nachdem meine Oma Eierlikör in jeder Form, vor allem jedoch pur oder eingebacken in einen leckeren Kuchen, habe ich am späten Abend damit begonnen einen ebensolchen Kuchen für sie zu backen. Dazu muss ich sagen, dass es jedes Mal eine Herausforderung für mich ist, die entscheidende Zutat (also Eierlikör) zu kaufen. Denn ich trinke keinen Alkohol, mag diesen auch nicht und brauche im Supermarkt jedes Mal eine halbe Ewigkeit bis ich mich in den unbekannten Weiten der Spirituosen-Regale zurecht gefunden habe und eine Flasche gelben Likörs in der Hand halte. Aber wenn ich diesen erst einmal gekauft habe, dann ist es ganz einfach denn das Rezept ist denkbar leicht.

Für einen Eierklikörkuchen nach Oma's Gusto benötigt man:
5 Eier
250 g Zucker gemischt mit 1 Pckg. Vanillezucker
250 ml Öl
250 ml Eierlikör
250 g Mehl gemischt mit 1 Pckg. Backpulver

(wenn man sich diese Zutaten nicht perfekt merken kann, dann hat man wohl den Rest der Eierlikörflasche ganz heimlich, ganz schnell getrunken)

Eier und Zucker werden zunächst gut schaumig geschlagen, dann nach und nach Öl und Eierlikör untergemischt. Zum Schluss noch das Mehl unterrühren und ab in eine gut gefettete und bemehlte Kuchenform.

Ich hab ein wenig Teig zurückbehalten, nochmal etwa 10 ml Eierlikör zugegeben und 1 Esslöffel Kakaopulver untergerührt und zum Schluß auf den Teig gegeben. Quasi als Marmorkucheneffekt!

Dann bei 180 Grad für etwa eine Stunde in der vorgeheizten Backofen und fertig ist der Kuchen.

Ich weiß ja nicht ob man mit Campari auch backen kann, aber im Norden darf gerne einmal mit Eierlikör gebacken werden, angeblich ist der Kuchen eine Wucht (ich probiere diesen nämlich nicht. Ja ich weiß der Alkohol verfliegt beim backen, aber ist trotzdem nicht das meine). 


Übrigens lässt sich der Eierlikörkuchen sehr gut einfrieren. Das mache ich nämlich und am Freitag bevor es los geht in Richtung Alpen packe ich ihn direkt vom Gefrierschrank ins Auto und dann ist er ganz frisch aufgetaut wenn wir unser Ziel erreichen. Eigentlich freue ich mich immer sehr auf meine Besuche bei meinen Großeltern, aber dieses Mal ist mir sehr schwer ums Herz. Warum nur kann im Leben nicht alles so leicht sein wie Eierlikörkuchen backen?


1 Kommentar:

  1. Ich liebe diesen Kuchen. Wer ihn nicht kennt, sollte ihn unbedingt probieren.
    Danke, dass du das Rezept mit Fotos eingestellt hast.
    Liebe Grüße
    Mohnalisa

    AntwortenLöschen

♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!