Dienstag, 13. September 2011

Die Reise geht weiter


Ja, liebe Frau Nord, wir haben uns bereits öfter darüber unterhalten wie unglaublich schnell doch die Zeit verfliegt und so darf ich nun feststellen: der Alltag hat uns wieder! Sechseinhalb Wochen (gut nicht ganz, meine Töchter haben mich dahingehend auch verbessert, dass es nämlich nicht ganz sechseinhalb Wochen waren!) Ferien sind vorüber, die Schule hat uns meine Töchter wieder und ein neuer (Lebens)Abschnitt hat begonnen: die Große ist jetzt im Gymnasium und ich erinnere mich noch zu gut an meinen ersten Tag im Gymnasium und all dem was dann auf mich zugekommen ist. Nicht nur dass sie jetzt auf einer weiterführenden Schule ist, das Gymnasium ist nicht bei uns im Ort, sondern einige Kilometer entfernt und damit heisst es für mich auch wieder ein Stück mehr loslassen, denn meine Kleine Große ist jetzt auch ein Buskind. Nach einem Drama zu Beginn des Schultages (als einzige aus unserem Ort sollte meine Tochter in eine andere Klasse gehen, da wir uns für eine andere zweite Fremdsprache - unverbindlich - entschieden hatten) ist es dann doch ganz gut angelaufen und während ich das hier schreibe lernt die Gymnasiastin (was für ein schreckliches Wort) jetzt ihre neue Klasse und eine neue, große, so ganz andere Schule als ihre bisherige kennen. Ich bin mir sicher sie wird ihren Weg prima meistern. Und ich auch. Hoffe ich. Meine jüngere Tochter ist nun in der dritten Klasse, damit auch nicht mehr bei den Kleinen der Schule und, wie ich jetzt aus Erfahrung weiß, wird es ein anstrengendes Schuljahr werden, aber auch hier vertraue ich voll und ganz darauf dass die "Kleine" das mindestens so toll machen wird wie ihre große Schwester und eh Ichs mich versehe wird auch sie der Grundschule entwachsen sein. Jetzt aber erst zwei Jahre mit der supertollen Lehrerin, die auch die Schwestern zwei Jahre lang begleitet hat und die Freud darüber ist groß. So bin ich nun also vormittags wieder alleine mit unserem Kleintje, der gerade meinen Drucker als Autoparkgarage zweckentfremdet und fast froh darüber wirkt, dass etwas Ruhe eingekehrt ist. Sein großer Bruder hat sein zweites Kindergartenjahr und damit das erste ganze (denn letztes Jahr sind wir erst im November gestartet) begonnen und geht bereits seit eineinhalb Wochen nach wie vor mit wehenden Fahnen in seine Gruppe. Die dieses Jahr auch ganz neu ist: eine integrative Gruppe mit nur noch dreizehn Kindern, davon drei mit Handicap (schreibt oder sagt man das so, das soll nämlich keinesfalls abwertend oder so klingen!) und neben den beiden "alten" Erzieherinnen verstärkt eine dritte das Team. Ich finde das ganz toll, denn so ist eine Förderung und ein Eingehen auf alle Kinder deutlich besser möglich als im vergangenen Jahr, als zwei Erzieherinnen für achtundzwanzig Kinder  verantwortlich waren. Nachdem unser Junior nach wie vor einen deutlichen Rückstand in Punkto sprechen hat, hoffe ich dass ihm diese kleine Gruppe und die individuelle Arbeit der Erzieherinnen gut tun wird und sich der Aufwärtstrend soweit fortsetzt dass er bald "ganz normal" sprechen kann. So ist das jetzt also im Hause Süd.


Und wie ja bekannt ist, war ich von  Freitag auf Samstag mit meinen drei Männern (die Mädels durften bei Oma und Opa bleiben, mit denen sie erst vor drei Wochen bei den Urgroßeltern zu Besuch waren) in meiner österreichischen Herzensheimat. Leider nicht aus Urlaubsgedanken, sondern aus vielmehr traurigem Anlass: meinem Opa geht es sehr schlecht und wollte ich die Chance nutzen mich gewissermassen zu verabschieden. Noch nie ist mir etwas in meinen Leben so schwer gefallen und es war unglaublich hart und berührend einen geliebten Menschen so zu sehen: schwach, krank, abgemagert und einfach nur müde. Trotzdem war es eine wertvolle Reise und ich bin froh dort gewesen zu seien. Eigentlich wollte ich viele Fotos machen um zu zeigen wie schön es in dieser Gegend in Kärnten ist, aber ich hab es dann fast vergessen und nur ganz wenige Eindrücke festgehalten. Die gibt es jetzt aber zu sehen und irgendwann wenn ich mit leichterem Herzen dort bin, dann werde ich alles fotografieren was mir das Herz aufgehen lässt. Und vielleicht erzähle ich dann auch von den vielen schönen Tagen und Wochen die ich bei meinen Großeltern verbringen durfte.












Und jetzt muss ich mich ganz schnell wieder ins Auto setzen und auf den Weg machen um mein Fast-Buskind von der Schule abzuholen. Was bin ich gespannt auf ihre Erzählungen!

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