Mittwoch, 13. Juli 2011

Donut Day



Hallo Cookie-Queen des Nordens,

ich bin wirklich beeindruckt von Deinen Cookies, die sehen ja zum Reinbeissen lecker aus. Da wären meine Kids am liebsten gleich losgefahren gen Norden, denn Kekse jeder Art sind hier allzeit sehr beliebt. Und natürlich gibt es auch bei uns nicht nur zur Weihnachtszeit Plätzchen und Co.  Etwas deprimierend bei der Herstellung der kleinen Köstlichkeiten ist nur die sehr kurze Haltbarkeit! Und damit meines ich keineswegs die, an die Du jetzt vielleicht denkst, denn ordentlich in einer wunderschönen Dose verpackt würden diese ja ohne weiteres einige Zeit lecker bleiben. Aber weit gefehlt: die Kinder (und der Mann) des Hauses liefern sich jedes Mal einen wahren Wettstreit darin etwaige Cookieverstecke ausfindig zu  machen und möglichst viele in möglichst kurzer Zeit zu vertilgen. Ich sag nur "Futterneid".

Wenn ich bei meinen Kindern viele "juhuus" und "mjam-mjams" ernten möchte, dann mach ich ihnen zum Mittagessen süße Köstlichkeiten, am besten im Miniformat und deshalb habe ich mittlerweile eine stattliche Sammlung an tollen und quasi lebensnotwendigen Gerätschaften zur Herstellung von Minipfannkuchen, Miniwaffeln, Minipoffertjes, Minigebäck und seit neuestem auch einen Minidonutmaker. Damit machen sich die Minidonuts zwar nicht von selbst, aber sie sehen richtig toll und so süß aus. 

Der heutige Tag wurde also auserkoren zum Donut Day im Hause Süd und ich habe einen einfachen Donutgrundteig gemacht: übrigens (und das ganz unter uns) sind die Minidonuts nicht wirklich zu vergleichen mit den richtigen vor Fett triefenden Donuts, da die Minis ja fast völlig fettfrei sind. Sie sind eher so wie Waffeln, würde ich jetzt mal behaupten. Aber das tut der Euphorie meine Minigourmets keinen Abbruch. Hier also das Rezept:

Eine runde Sache



3 Eier
150 Gramm Rohrohrzucker
Mark von einer halben Vanilleschote (ja natürlich geht auch Vanillezucker, aber so klingts doch gleich gourmetmässiger oder?)
1/4 Liter Milch
50 ml neutrales Öl
250 Gramm Mehl gemischt mit 1 Päckchen Backpulver



Eier mit Zucker und Vanille(zucker) schaumig schlagen, dann Milch und Öl zugeben und gut verrühren. Mehl mit Backpulver mischen, sieben und zu der Eimasse geben, kurz verrühren und abgedeckt etwas stehen lassen.

Zwischenzeitlich das Donutgerät vorheizen.

Die Donutmasse portionsweise in eine Poffertjesflasche füllen (eine fantastische Sache! Das ist eine weiche Plastikflasche, mit Deckel, der eine offene Spitze hat und man kann damit wunderbar genau dosieren wie viel Teig wohin soll. Ich verwende das beispielsweise auch beim Herstellen von Minimuffins!) und los geht der Spaß. Zugegebenermassen war bei mir der Spaß nach etwa einer halben Stunde vorbei. Du musst Dir das in etwa so vorstellen wie bei der Raubtierfütterung im Zoo: ich hab also jeweils acht Minidonuts pro Durchgang im Gerät und vor mit stehen vier Kinder mit Tellern bewaffnet in der Hand (das verpflichtend Obst, dieses Mal in Form von selbstgemachtem Apfelmus, schnell hinuntergeschlungen) und streiten schon vor der Vollendung der Gebäckstücke wer wie viele bekommt. Es könnte ja jemand zu kurz kommen oder gar verhungern!


Ich habe in einer Schüssel feinen Zucker (normaler Rohrohrzucker den ich mir fein gemahlen habe) mit Zimtpulver vermischt und die noch heißen Donuts unmittelbar nach dem Backvorgang darin gewälzt um sie dann sofort an die hungrige Meute zu verteilen. Ich wünschte bei Gemüse wäre der Esseifer nur halb so groß.



Nachdem der Hunger der Kinder gestillt war und ich noch einiges an Teig übrig hatte, habe ich ein wenig experimentiert. Nachdem unsere Himbeersträucher im Garten jeden Tag neue reife Früchte tragen (die sofort nach Entdecken vom Minimann freudig geerntet und vertilgt werden) habe ich ein paar Himbeeren gepflückt (natürlich mit tatkräftiger Unterstützung von unserem Himbeerfan... dementsprechend war es ein paar zu retten) und bei den weiteren Durchgängen vorsichtig zerkleinert mit in den Teig gegeben. Das schmeckt sensationell!




Danach hab ich mit noch an Schokodonuts gewagt und einfach etwas Kakao und Puderzucker zum letzten Teigrest gegeben und wie gehabt gebacken. Auch eine feine Sache! Und kaum waren zwei Stunden rum schon war ich auch fertig mit Donutbacken! Aber was tut man nicht alles um ein paar Stunden lang Supermom zu sein?!



Und wenn einem mal so richtig nach Angebersupermom ist, dann verwendet man die "Donut am Spieß"-Funktion des Geräts und gibt den Kindern ein paar Minidonuts zu den Freunden mit. Oder man verschenkt sie an donuthungrige Opas oder natürlich an Nordlichter! Aber ich fürchte da kämen sie dann sehr aufgeweicht an. 



Ich bin schon gespannt was Du als nächstes leckeres zauberst! Es grüsst Deine Donutsupermom des Tages aus dem Süden!



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♥-lichen Dank für Deine lieben Worte!