Sonntag, 31. Juli 2011

Kiel - Berlin - Kiel

Ich bin wieder daha!

Hier einige Impressionen - ohne Worte - aus Berlin:

 

und hier meine ... ähhh... Souvenirs:

 

Eine wirklich ganz besondere Sache möchte ich allerdings noch hervorheben und empfehlen, da dies noch eine Woche live zu erleben ist: die SOMMERNACHTSOPERA
So etwas be- und verzauberndes habe ich noch nicht gesehen!! In (bzw auf) einer sehr schrulligen Location, einem Bunkerdach, werden im Monbijoupark unter freiem Himmel in ebenso grandioser Art und Weise Arien mit durchaus viel Humor und noch mehr Können geschmettert. Mein absolutes Highlight!
 


Freitag, 29. Juli 2011

School's out for summer!

Waaaahhhh, Norden, wo ist die Zeit hin? Heute war tatsächlich schon wieder letzter Schultag und nicht "nur" ein normales Schuljahr nimmt damit sein Ende, sondern ein Lebensabschnitt: die Grundschulzeit  meiner großen Tochter ist heute tatsächlich abgeschlossen!

Ich gesteh dass ich in den letzten drei, vier Jahren ein ziemliches Problem mit dem Älterwerden habe, was mehrere Gründe hat: Zum einen weil ich ich irgendwie diese ganzen Premieren schon hinter mir habe: Hochzeit, Flitterwochen, Hauskauf, Hausbau, erste Tochter (& zweite natürlich), erster Sohn (& zweiter natürlich), Selbständigkeit, Scheidung (gut keine tolle Premiere), erster Kindergartentag (schon dreimal!), erster Schultag (schon zweimal!) usw. Nicht dass ich jetzt nichts mehr im/vom Leben erwarten würde, aber viele erste Male sind vorbei und sie waren so schnell vorbei. Der zweite Grund ist, dass in meinem Zeitgefühl die Wochen, Monate und Jahr nur so dahinfliegen, eine Woche ist gar nichts mehr und auch die Jahre vergehen so furchtbar schnell. Gerade eben hab ich noch ein Baby im Arm gehabt und heute ist sie schon zehn Jahre alt und bald ein BusGymnasiumKind. Ist das zu fassen? 

Sicherlich spielt es auch eine Rolle, dass ich eben nicht "nur" ein oder zwei Kinder habe, sondern vier und alle vier entwickeln sich permanent weiter, machen einzelne kleine Schritte - unaufhörlich, Tag für Tag und ganz plötzlich stelle ich fest, was für ein großer Schritt aus den vielen kleinen geworden ist: der jüngste ist kein Baby mehr, sondern ein fites, neugieriges und fröhliches Kleinkind, das ganz selbstverständlich seinen Platz inmitten seiner Geschwister eingenommen hat und immer mitmischt. Der Junior hat heute sein erstes Kindergartenjahr abgeschlossen, braucht schon lange keine Windeln mehr, ist unglaublich gewachsen und ein Lausbub wie er im Buche steht. Die kleine große Schwestern hat ihre ersten beiden Schuljahr mit Bravur gemeistert, ist kein schüchternes, introvertiertes Mädchen mehr, sondern eine junge, hübsche, musikalische Dame, die viel zu erzählen hat und ihrer großen Schwester ganz schön Kontra gibt. Ja und die älteste ist ein richtiger Teenie mit einem tollen Zeugnis, ersten Pubertätsschüben, ungeheurem Verantwortungsbewusstsein und Ohren, die alles hören und ein Gehirn dass alles abspeichert und geschickt kombiniert. Vier fantastische Kinder also. Team 1 und Team 2. So wie ich es immer wollte.

Und das alles geht so schnell, dass es kaum greifbar ist und manchmal oft würde ich mir wünschen, die Zeit zurückdrehen zu können, um die ganzen tollen Entwicklungsschritte und einzelnen Phasen im Großwerden der Kleinen nochmal erleben zu dürfen. Oder zumindest die Zeit verlangsamen, damit ich genauer hinsehen kann, länger zuschauen kann, intensiver wahrnehmen kann, wie aus meinen Babies Teenies werden/wurden.



Aber für heute: da ist nicht nur ein JUUUUHHHHHHHUUUUUUUU! fällig, sondern ganz, ganz viele. Ein Schuljahr geschafft! Sechs Wochen Ferien vor uns. Sechs Wochen nicht morgens aufstehen und Vollgas geben. Keine Pausenboxen herrichten, keine Kinder antreiben, keinen Termindruck noch vor dem Aufwachen. Keine Hausaufgaben, keine Lernerei, kein Prüfungsstress, kein Nachmittagsprogramm. Abends kein Treiben ins Bett, kein Vorbereiten auf den nächsten Schultag. Sondern: diese besondere Zeit im Jahr genießen, ausgeschlafene & zufriedene Kinder am Morgen, Unternehmungen machen, ein paar Tage wegfahren, Wünsche der Kinder erfüllen, zur Ruhe kommen. (An dieser Stelle wollen wir mal vergessen dass die nächsten Wochen für mich auch sehr viel Arbeit und Stress bedeuten. Zum einen weil vier Kinder auch unterhalten werden wollen, weil sie Unordnung schaffen, streiten, fetzen, beschäftigt werden wollen. Und zum anderen weil die Arbeit derzeit überhand genommen hat, weil die Vorbereitungen für die Selbständigkeit in den letzten Zügen liegt und ich diesbezüglich sehr stark eingespannt bin.)


Und in diesem Sinne wünsche ich dem Norden und dem Süden wunderschöne, erholsame, glückliche und sonnige SOMMERferien! (Mit etwas ganz viel Zeit für Kochbücher, Küchenleckereien und tollen Inspirationen! Man wird ja wohl noch hoffen dürfen)

Mittwoch, 27. Juli 2011

Erfrischung gefällig?

Hallo gen Norden,
der Süden vermeldet zwei Sommertage hintereinander... ja das ist einen Eintrag wert, denn das hat Seltenheitswert. Und zur Abkühlung habe ich ein leckeres, erfrischendes Rezept mitgebracht (nein, nicht SO erfrischend, denn es waren ja nur zwei Tage und auch da waren wir weit davon entfernt dass man eine richtige Erfrischung brauchen würde). Auf jeden Fall hoffe ich dass auch in Berlin das Wetter sommerlich war und es weiterhin viele leckere kulinarische Köstlichkeiten gibt (nach deiner Postkarte mit dem Vermerk auf einen Apple-Walnut-Caramel-Cake bei Barcomi bin ich richtiggehend neidisch, ich hoffe nur dass Du mir das Rezept mitbringst!).
Heute hier im Hause Süd also Limo-Muffins, ein Rezept das schon allein vom Namen her perfekt für Kinder geeignet ist, nicht wahr? Und nachdem wir hier nur noch zwei (Schul)tage vor uns haben, bevor (endlich) die Sommerferien auf uns warten, muss ich mich schon mal warm backen für die nächsten sechs Wochen in der ich also alle vier Kinder dauerhaft  glücklich machen bei Laune halten muss darf !

Erfrischende Brausemuffins

Für 2 Bleche Minimuffins (24 Stück) plus 1 Blech Muffins in Originalgröße (12 Stück) (ja hier wird in grossen Mengen gebacken, sind ja auch viele Kinder & sonstige Gebäckvernichter Gourmets hier!) benötigt man:
100g Erfrischungsstäbchen
200 g weiche Butter
120 g Zucker
1 Prise Salz
ger. Schale einer Bioorange
4 Eier
250 g Mehl
2 TL Backpulver
100 ml Limonade nach Wahl
Für Guss und Deko:
2 EL Limo
150 g Puderzucker
100 g Erfrischungsstäbchen

Butter, Zucker, Salz, Orangenschale gut cremig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Backpulver und Limo abwechselnd untermischen. Erfrischungsstäbchen zerkleinern und unterheben.

Muffinbleche mit Förmchen bestücken und den Teig in diese geben. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad etwa 20 Minuten backen (Stäbchenprobe machen). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Guss anrühren, nach Wunsch mit Lebensmittelfarbe einfärben, die Muffins glasieren und mit Erfrischungsstäbchen garnieren. Wer noch ein paar Erdbeere ergattern kann, nimmt diese natürlich gerne auch für die Deko (so ist's mir dann gleich noch lieber, die Kombination orangiger Teig mit Schokostückchen gepaart mit Erdbeeren ist so mjam-mjam!).

Dazu passt ein Glas eisgekühlte Limo. Oder heisse Schokolade. Je nachdem wie das mit dem Sommer halt gerade ist! Genieß Deinen Urlaub, lieber Norden!



Dienstag, 26. Juli 2011

Steierisch-bayerisches Bündnis

Lieber Norden,

nachdem ich Dir noch eine Antwort auf Deine Frage was denn bei uns so aufs Brot kommt schuldig bin, möchte ich es Dir heute verraten:

Allerhand, lieber Nord, allerhand: die Kinder lieben Schinken- oder Salamibrote, Toast mit Nutella, St. Gallener mit Frischkäse, Croissant mit Butter & Gelee, Milchhörnchen mit Camembert, Sandwich mit Gurke und Tomate und noch vieles mehr. Und natürlich Marmelade, gerne auch pur aus dem Glas oder (und da sprech ich jetzt vor allem für mich) ein Löffel eingerührt in Joghurt mit etwas Müsli und Obst (dazu erzähl ich ein anderes Mal mehr!).



Heute wurde hier im Hause Süd die Marmeladenkochsaison feierlich eröffnet und zwar mit einer ganz tollen Kombination bestehend aus Nektarinen und Erdbeeren. Nachdem die Eltern der Frau Süd bekanntlich letzte Woche in der Südsteiermark, unweit der slowenischen Grenze, urlaubten und beim Obsthof Glück (kann es glücklicheres Obst geben als von einem Obsthof der diesen Namen trägt? Vielleicht wird da das Obst ja auch gestreichelt und liebevoll umsorgt?!) haben sie dann groß eingekauft und unter anderem viele leckere Nektarinen mitgebracht. Diese durften heute eine Liaison mit mindestens ebenso glücklichen Erdbeeren aus Bayern eingehen und zu einer leckeren Marmelade werden.

Die Zutatenliste für glückliche Nektarinen-Erdbeer-Marmelade ist denkbar kurz:
500 Gramm hiervon
und 250 Gramm Erdbeeren, sowie 750 Gramm Gelierzucker
Die Zubereitung verläuft ebenso simpel: Obst waschen, putzen, klein schneiden (die Gewichtsangaben beziehen sich übrigens auf das tatsächlich verwendete Obst, also vorbereitet gewogen, wie es so schön heisst! Wichtig, denn sonst wird's unerträglich süß) und ab in den großen Marmeladentopf.

Dann aufkochen lassen, etwa 6 Minuten sprudelnd kochen (dabei liebevoll umrühren), gegebenenfalls den Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen.
Dann die legendäre Gelierprobe machen (das läuft hier im Süden ganz genauso ab wie im Norden) und falls diese negativ ausfällt, nochmals ein paar Minuten kochen lassen.
In saubere (am besten frisch sterilisierte) Gläser füllen, kurz auf den Kopf stellen (ich weiß eigentlich gar nicht, ob man das wirklich machen muss, aber ich hab es von meiner Mama so gelernt, also wird es schon gut so sein!), 
auskühlen lassen und genießen!
Hast Du vielleicht ein Marmeladenrezept oder gar ein paar Gläser Konfitüre aus dem Urlaub mitgebracht lieber verreister Norden?



Montag, 25. Juli 2011

Nord macht blau, Süd macht Kuchen

Während im Norden der (wohlverdiente) Sommerurlaub genossen wird, ist der Süden fleißig am Kuchen backen. 

Die Mama der Frau Süd hat heute nämliche Geburtstag und damit sie sich nicht selbst einen Kuchen backen muss, wurde ein Apfelkuchen mit Eier-Sahne-Guss noch lauwarm pünktlich zum Nachmittagskaffee geliefert.

Für einen Apfelkuchen nach Elsässer Art benötigt man:

100 g weiche Butter
100 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
1 Prise Salz
3 Eier
800 g Mehl gemischt mit 1 TL Backpulver

800 g Äpfel (geschält, geviertelt, längs mehrfach eingeritzt)

100 ml Sahne
100 g Zucker
3 Eier

Für den Teig werden Zucker, Vanille, Salz und Butter schön cremig gerührt, dann nacheinander die Eier untergeschlagen. Zuletzt das Mehl kurz untergemischt, so dass ein weicher Teig entsteht. 

Dieser wird in eine gefettete & bemehlte Springform gegeben und mit den Apfelvierteln dicht an dicht belegt.

Im auf 170 Grad vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene 20 Minuten vorbacken.


Währenddessen Sahne, Zucker und Eier schaumig schlagen, über den Kuchen geben und in ca. 30 Minuten fertig backen.

Und lieber Norden, gab es bei Dir heute auch schon so leckeren Kuchen?

Sonntag, 24. Juli 2011

Der Norden macht blau

Nord hat seine Koffer gepackt!


Morgen geht es eine Woche nach BERLIN
Dann trennen uns übrigens nur noch 604 Kilometer (und nicht mehr 885), lieber Süden!

Hoffentlich komme ich dazu, meinen neuen, megabequemen Latschen zu tragen.
Das Wetter macht mir allmählich Sorgen...


Dennoch packe ich mal ganz optimistisch auch meine Sonnenbrille ein.
Einen Regenschirm natürlich auch.


Hier siehst du meine Reiselektüre für die lange Autofahrt:


Ich freue mich auf den Trip und hoffe auf viele neue Blog-Anregungen!
Viele liebe Grüße und:


Mittwoch, 20. Juli 2011

Simple Things


Ich weiß nicht, wie es der Süden da so hält, aber ich mag die einfachen Dinge. 
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Luxuriöses mag ich auch. Aber ich liebe einfache Rezepte und alles, was mir das Leben erleichtert - und im Idealfall gleichzeitig schöner macht.
Deswegen geht es heute darum. Trick 17 im Glas. Und lecker noch dazu.

Der Norden kocht heute APFELGELEE mit Vanille.

 

Der Clou dabei ist - wie ich finde - dass man sich gar nicht erst die Mühe machen muss, gutes Obst aufzutreiben, es schälen, kochen, pürieren oder auspressen und sieben. 
Nein. Man kauft einfach guten Apfelsaft, ganz nebenbei im Supermarkt.
Und wenn wir schon dabei sind, packen wir noch Gelierzucker 2:1 ins Wägelchen.


Damit hätten wir dann schon die Hauptzutaten! 

800 ml Apfelsaft mit 500 gr Gelierzucker, dem Saft einer Zitrone und einem Tütchen gutem Vanillezucker - oder echter Vanille - aufgekochen (immer hübsch rühren!). 

Nach ca 3 Minuten sollte man die Konsitenz prüfen. Um festzustellen, ob das Gelee schon auf dem richtigen Weg seiner Bestimmung ist, führt man die Gelierprobe durch. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Ich klatsche einfach einen Klecks auf einen kleiner Teller und schaue dem kleinen Tropfen beim Weglaufen zu. All zu weit darf er hierbei nicht kommen.  
Er sollte sich so verhalten wie ich einst beim 100-Meter-Lauf - gut starten und schnell schlappmachen und anhalten. Umfallen und tot stellen.


Wirklich wichtig ist es, beim Marmelade-Kochen absolut sauber zu arbeiten! 
Damit die schöne Pracht nicht verdirbt, sollte man Gläser und Deckel sterilisieren. Deswegen habe ich die Gläser eine Viertelstunde bei 130 Grad in den Ofen geschickt und die Deckel eben so lange in einem Topf mit Wasser gekocht.

Das fertige Gelee wird dann in die Gläser gefüllt, welche sofort verschlossen und für einige Minuten auf den Kopf gestellt werden. Sowie das Gelee dann festgeworden ist, kann man es genießen:


Happs, weg ist es!

Was mag der Süden auf Brot? 

Es grüßt Nutella-Nord

Dienstag, 19. Juli 2011

Krieg & Marshmallows

Ja, lieber Norden, die Welt wäre sicher eine friedlichere (und übergewichtigere) wenn sich alle Teile der Erde an Dein Motto halten würden. Ich bin - für meinen Teil - in komplett friedlicher Mission in meine Küche gegangen um eine ganz grandiose Leckerei herzustellen, die von der Zubereitung her kein bisschen komplizierter ist, als Deine himmlische Pavlova. Hätte ich gewusst wie empfindlich mein Küchenfrieden durch die Herstellung diese Crispie Rice Treats gestört werden würde, ich hätte mich wohl eher dazu entschieden einfach die Marshmallows pur zu genießen. Aber der Reihe nach: Die Zutatenliste für etwa 20 knusprige-klebrige Marshmallowriegel nach einem Rezept der wunderbaren Nigella Lawson ist kurz:

50 g Butter
300 g Mini-Marshmallows
180 g Reis-Crispies
und die Zubereitung denkbar einfach:
  • Die Butter in einem großen Topf zerlassen.
  • Die Marshmallows zugeben und schmelzen (währenddessen die ganze Zeit rühren). 
  • Sobald man eine einheitliche Masse hat den Topf vom Herd nehmen und sofort die Reis-Crispies unterrühren. So weit der Plan und so getan.
Im Originalrezept wird die ganze Masse nun in eine gefettete Auflaufform gedrückt (stutzig machen hätte mich hier der Hinweis sollen, dass man möglichst Einweghandschuhe tragen soll!), aber ich habe eine Silikonform in Riegelform mit der man wunderbar gleichmässig große Riegel aller Art herstellen kann und natürlich habe ich diese bereitgestellt (und keine Handschuhe angezogen, pah!). Falls Du Dich an dieser Stelle wundern solltest, warum es keine Fotos von der Zubereitung gibt, dann will ich es Dir erklären. Wenn Du einen großen Kübel mit Kleister mit Sägespänen mischt und dann mit einem Esslöffel versuchst gleich große Stücke abzuteilen und in kleine Förmchen zu setzen, dann weißt Du in etwas wie es mir mit der Marshmallowmasse gegangen ist. Ich war kurz davor ALLES samt Topf und Form aus dem Fenster oder an die Wand zu werfen und nur unter Aufbringung größter Selbstbeherrschung ist es mir schließlich gelungen einen Teil der Masse in die Formen zu bugsieren. Den Rest durften meine Kinder (na klar erst nachdem es abgekühlt war) direkt aus dem Pott schlecken. Die waren aber sowas von begeistert. Und danach hab ich alle unter die Dusche gestellt. Also wenn man das alles in die Zubereitungszeit miteinberechnet, dann sind diese (leider verdammt leckeren) Süßigkeiten ein ganz schöner Aufwand.
Diesen Kampf habe ich nicht grundlos auf mich genommen: mein Papa ist ein ein riesiger Fan von Süßkram jeder Art und diese Marshmallowriegel haben es ihm ganz besonders angetan (keine Ahnung wie ich das die letzten Male entspannt über die Bühne gekriegt habe) und nachdem sich am Donnerstag sein Geburtstag zum sechzigsten Mal jährt und er - ganz Feiermuffel - heute gen Südsteiermark geflohen ist (um sicherzustellen dass ihn keine Gratulanten aufspüren können), habe ich diese für ihn vorbereitet, die Hälfte nach dem Erhärten mit Schokolade überzogen, hübsch verpackt und ein leckeres Geburtstagspaket zum mitnehmen geschnürt.
Und als dann endlich alles fertig war, da war ich auch schon wieder versöhnt und friedlich gestimmt. Und beim nächsten Mal, zieh ich Handschuhe an. Wobei: es wird kein nächstes Mal geben! Das ist besser für meinen Küchenfrieden!
Ich hoffe in der Küche des Norden geht es derzeit harmonischer zu!

Sonntag, 17. Juli 2011

Make Pavlova, not War

Nord und Süd haben sich ja mal sehr bekriegt (nicht DIESES Nord und Süd, sondern das aus  "Fackeln im Sturm"). Immer wieder haben Länder Streit. Auch um das heutige Rezept schwelt seit den 1920er Jahren ein Krieg. Gemeint ist die Pavlova. Ein absolut himmlisches Dessert!

Doch wer hat es erfunden? Neuseeland oder Australien
Unstrittig ist zumindest die Herkunft des Namens -  die russische Ballerina Anna Pawlowa stand Patin (mit ihrer Ballett-Karriere war es aber bestimmt bald vorbei, sofern sie dieses Dessert öfter gegessen haben sollte). 

Ich hätte meinen Namen ja auch liebend gern für dieses Dessert zur Verfügung gestellt.


Wer Erdbeeren mag, wird diese Pavlova lieeeeben! 



Die Herstellung ist denkbar einfach:

4 Eiweiß werden mit einer Prise Salz steif geschlagen. 
Dabei langsam 220 gr Zucker einrieseln lassen.
Zum Schluß 3 TL Speisestärke zugeben.



Die Baiser-Masse auf ein Backblech geben, möglichst einen Kreis formen, nach Belieben verzieren (zB Spitzen bilden). 

Danach kommt der Boden für 1 Stunde in den 120 Grad heißen Ofen.


Danach einfach 2 Pötte Sahne mit Vanillezucker steif schlagen und auf den (abgekühlten) Baiser geben. Die Erdbeeren (eine Schale - ca 500 gr) waschen, trocken tupfen und klein schneiden.


Die Pavlova funktioniert eigentlich mit sämtlichem Obst, das man mag. Ich bevorzuge Erdbeeren. Im traditionellen Rezept wird Passionsfrucht verwendet. Vorsichtig sein muss man lediglich mit Ananas und Kiwi. Wer mag, pimpt die Erdbeeren abschließend noch mit Schoko-Spänen oder Sauce. Auch eine Kugel Vanilleeis dazu ist fein.


MAKE PAVLOVA, NOT WAR

In Freundschaft, dein Nord